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A&A Sonderausgabe zu ersten wissenschaftlichen Ergebnissen mit Herschel
Diese Woche veröffentlicht die renommierte Zeitschrift Astronomy & Astrophysics eine Sonderausgabe,
die den ersten wissenschaftlichen Ergebnissen mit dem Herschel-Weltraumobservatorium gewidmet ist. Sie umfasst
152 Artikel zu den verschiedensten Themen, die alle auf ersten Beobachtungsdaten beruhen. Einige Artikel
beschreiben das Observatorium und seine Instrumente, darunter auch PACS, das von einem internationalen Konsortium
unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik entworfen und gebaut wurde. Die
meisten Beiträge beschäftigen sich aber mit Beobachtungen vieler astronomischer Objekte, von unserem Sonnensystem
bis hin zu weit entfernten Galaxien.

Herschel-Bild der Sternentstehungsregion im Sternbild Adler.
Bild: ESA/SPIRE & PACS/P. André
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Die meisten wissenschaftlichen Ziele mit Herschel sind eng mit der Physik und den Prozessen im
interstellaren Medium (ISM) im weitesten Sinne verknüpft. Das "GOODS"-Feld, das bereits von vielen Teleskopen
über einen weiten Wellenlängenbereich beobachtet wurde, ist nun auch von Herschel/SPIRE bei
Submillimeter-Wellenlängen beobachtet worden. Dieses Feld ist ideal für tiefe Beobachtungen von weit
entfernten Galaxien - diese werden zu einer Zeit beobachtet, als die Sternentstehung im Universum viel
weiter verbreitet war, vor etwa drei bis zehn Milliarden Jahren.
Das Bild einer stellaren Kinderstube etwa 1000 Lichtjahre entfernt im Sternbild Adler wurde ebenfalls
mit Herschel gemacht. Die große Empfindlichkeit von Herschel bei den längsten Infrarot-Wellenlängen
erlaubt es den Astronomen zum ersten Mal einen Blick ins Innere dieser Wolke zu werfen. Durch
gleichzeitige Beobachtungen mit den PACS- und SPIRE-Instrumenten zeigt dieses Bild zwei hell leuchtende
Bereiche, in denen große, junge Sterne das Wasserstoffgas zum Leuchten bringen. In den staubigen Filamenten
befinden sich 700 Verdichtungen aus Gas und Staub, die sich ebenfalls zu Sternen entwickeln werden. Durch
Beobachtungen dieser stellaren Kinderstuben versucht Herschel die Demographie der Sternentstehung und ihren
Ursprung zu entschlüsseln, oder mit anderen Worten, die Anzahl und Massenverteilung der neu gebildeten Sterne.
Mit dem Herschel/HIFI-Spektrometer können die Wissenschaftler die spektrale Vielfalt von Gebieten untersuchen,
in denen sich Sterne und Planeten bilden. Sie finden dabei sowohl bekannte organische Moleküle als auch neue
Verbindungen. Dies stellt ein besseres Verständnis der Chemie im All in Aussicht, wenn vollständige spektrale
Durchmusterungen vorliegen.
Links:
Vollständige Pressemitteilung von A&A (in englischer Sprache)
Inhaltsverzeichnis der A&A-Sonderausgabe (in englischer Sprache)
Webseiten des PACS-Projekts am MPE (in englischer Sprache)
Kontakt:
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