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Skinakas Sternwarte feiert 25jähriges Bestehen
Schon seit 25 Jahren gibt es die Skinakas-Sternwarte auf Kreta und dies wurde Ende Mai mit einem
Festakt auf einem Gipfel des Idagebirges gefeiert. Gegründet 1986 von der Universität Kreta, der
Stiftung für Forschung und Technologie Hellas (FORTH) und dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik wird es sowohl zur Ausbildung von Studenten als auch für die astronomische Grundlagenforschung
eingesetzt. Heute umfasst die Skinakas-Sternwarte drei Teleskope, ein 1,3m Ritchey-Chrétien-Teleskop,
ein 0,6m- und ein 0,3m-Teleskop. Das 0,6m-Teleskop ist für ferngesteuerte Beobachtungen ausgelegt und
wird gemeinsam von der Universität Kreta und der Universität Tübingen betrieben.

Ioannis Papamastorakis, der ehemalige Leiter der Skinakas-Sternwarte, und der frühere MPE-Direktor
Gerhard Haerendel, der auch eine Zeitlang Co-Direktor der Sternwarte war, bei der 25-Jahr-Feier.
Im Hintergrund die Kuppel des 1,3m-Teleskops.
Bild: cretalive.gr
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Nachdem die Idee für ein Observatorium auf Kreta 1983/84 gereift war, fanden die Wissenschaftler
den genauen Standort bei einer Wanderung 1984 und schon bald darauf begannen die ersten Arbeiten:
eine Schotterstrasse zum Gipfel des Skinakas musste angelegt und zum Teil aus dem Fels gesprengt
werden, das erste Gebäude wurde errichtet und eine Handvoll Wissenschaftler und Techniker vom MPE
installierten das erste (kleine) Teleskop. Rechtzeitig für Beobachtungen des Halleyschen Kometen
war es dann kurz vor Ostern 1986 so weit: die Skinakas-Sternwarte nahm die ersten Bilder auf.
Während die Wissenschaftler anfangs noch unter recht abenteuerlichen Bedingungen ihre Beobachtungen
machten - es gab weder fließend Wasser noch Strom, nur einen Generator - gibt es dort heute neben
den drei Teleskopgebäuden auch ein Gästehaus. Das Hauptinstrument der Sternwarte ist seit 1995 ein
Spiegelteleskop mit 1,3 Meter Durchmesser, das gleichzeitig ein großes Sichtfeld und eine hohe
Bildqualität liefert. Mit einem durchschnittlichen Seeing von etwa einer halben Bogensekunde zählt
Skinakas zu den besten Orten für astronomische Beobachtungen im Mittelmeerraum.
Die wissenschaftlichen Ziele der Skinakas-Sternwarte haben sich von den anfänglichen
Kometenbeobachtungen weiterentwickelt und sind heute breit gefächert. Astronomische
Forschungsthemen reichen von aktiven Galaxien über variable Sterne bis hin zur Suche
nach extrasolaren Planeten. Eine besondere Rolle spielen dabei seit langem Nachbeobachtungen
bzw. Simultanbeobachtungen von Röntgenobjekten. So wurde Skinakas in den 1990er Jahren
von MPE-Wissenschaftlern insbesondere zur Nachbeobachtung von ROSAT-Quellen genutzt
und seit Ende der 1990er Jahre kommt dort auch immer wieder ein am MPE gebautes Instrument
zum Einsatz: OPTIMA (Optical Pulsar Timing Analyzer) ist ein sehr schnelles Photometer,
das ursprünglich gebaut wurde, um Pulsare mit hoher Zeitauflösung und Empfindlichkeit zu
messen. Zuletzt wurde es auch zur Beobachtung von anderen schnell variablen Objekten
(z.B. Kataklysmischen Variablen oder dem optischen Nachleuchten von Gammastrahlenausbrüchen)
eingesetzt.
Installation der zweiten Kuppel auf der Skinakas Sternwarte. Die erste Kuppel war von einem Sturm
weggeblasen worden.
Bild: S. Czempiel, MPE
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Das 1,3m-Teleskop mit dem OPTIMA-Photometer.
Bild: MPE
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Durch das Zusammenspiel von Wind und feuchter Luft vom Mittelmeer wird die Sternwarte manchmal zu
einer bizarren Eisskulptur.
Bild: S. Czempiel, MPE
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