| |
Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Seite um ein Archiv handelt.
Einige Verweise könnten nicht mehr aktiv sein.
: Aktuelles
:
Pressemitteilung
MPE Meilenstein und Pressemitteilung:

Herschel-PACS-Bilder des "GOODS-N"-Feldes im Sternbild Großer Wagen bei
den Wellenlängen 100 und 160 µm im fernen Infrarot.
Bild: MPE
|
Herschel Space Telescope enthüllt die Quellen des kosmischen
Infrarot-Hintergrundes
Ein schwaches, kosmisches Strahlungsfeld im Infrarotbereich, das die
Erde aus allen Richtungen erreicht, enthält Informationen über die Entwicklung
von Galaxien, die es noch zu entschlüsseln gilt. Wissenschaftler vom
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderen Institutionen
haben nun zum ersten Mal die Quellen für mehr als die Hälfte dieser Strahlung
identifiziert, indem sie erste Beobachtungen mit dem PACS-Instrument an
Bord des Herschel-Weltraumteleskops der ESA auswerteten. Diese neuen
Beobachtungen mit Herschel machen den Weg frei, die Eigenschaften dieser
Galaxien besser zu verstehen und die staubige Seite der Galaxienevolution
nachzuverfolgen.
[
mehr ]
|
(16. Dezember 2009)
zum Seitenanfang
(5. November 2009)
zum Seitenanfang
MPE Meilenstein:
(14. Oktober 2009)
zum Seitenanfang
MPE Meilenstein:

Vertragsunterzeichnung
v.l.n.r.: Reichle, Wörner, Perminov

eROSITA
Bilder: MPE
|
Röntgenteleskop eROSITA:
DLR und Roskosmos unterzeichnen technische Vereinbarung in Moskau
Mit sieben Röntgen-Augen soll das Teleskop eROSITA nach schwarzen Löchern
und Dunkler Materie fahnden. Am heutigen Dienstag, 18.8.2009, haben
Vorstandsmitglieder des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR)
und der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos in Moskau eine Vereinbarung
unterzeichnet, die alle organisatorischen und technischen Randbedingungen
festlegt.
Endgültig grünes Licht haben damit auch Forscher am Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik in Garching, unter deren Federführung eROSITA
entsteht.
|
(18. August 2009)
zum Seitenanfang
MPE Meilenstein:
Der Katzenaugennebel NGC6543 wie ihn PACS sieht
|
Tiefer Blick ins Katzenauge mit Herschel-PACS
Nachdem der PACS-Kamera bereis in einer Art „Vorpremiere“, d.h.
noch vor Beginn der umfangreichen Feineinstellungen,
eine spektakuläre Aufnahme der so genannten Whirlpool-Galaxie
(M51) gelungen ist, hat nun auch der Spektrograph
des PACS-Instruments sein erstes Licht gesehen.
Die erste Spektralaufnahme galt dem planetarischen Nebel
NGC 6543 (mit dem Spitznamen „Katzenaugennebel“)
im Sternbild Drache. Bereits diese ersten Testaufnahmen
erfüllen alle Erwartungen des PACS-Teams am MPE.
"Wir werden mit PACS noch viel Spaß haben."
[
mehr ]
|
(10. Juli 2009)
zum Seitenanfang
Bild: Space Telescope Science Institute
|
Lebende Fossilien einer vergangenen Epoche
Sternhaufen belegen Verstoß eines schwarzen Lochs aus Muttergalaxie
Wenn bei der Verschmelzung zweier Galaxien auch die supermassereichen
schwarzen Löcher in ihren Zentren verschmelzen, entsteht ein
Rückstoß, der das dabei entstehende schwarze Loch aus der Galaxie
herauskatapultieren kann. Wie Wissenschaftler von Rochester Institute of Technology
(RIT), MPE und Johns Hopkins Universität jetzt entdeckten, weist der an ein
solches schwarzes Loch gebundene Sternhaufen besondere Eigenschaften auf und
eröffnet damit einen neuen Weg, den Vorgang im Detail zu untersuchen. Die
Sterne rund um verstoßene schwarze Löcher fallen insbesondere
dadurch auf, dass sie sich sehr schnell bewegen. Als eine Art lebender Fossilien
einer vergangenen Epoche helfen sie den Wissenschaftlern, Licht in die turbulente
Vergangenheit verschmelzender Galaxien in nahen Galaxienhaufen zu bringen.
RIT Press Release (in englischer Sprache)
Originalveröffentlichung (in englischer Sprache)
|
(10. Juli 2009)
zum Seitenanfang
Titelseite des Journals Physical Review Letters vom 26. Juni 2009
|
Ein MPE Ergebnis auf der Titelseite des Journals
Physical Review Letters
Das Titelblatt der Fachzeitschrift Physical Review Letters vom 26.06.2009
zeigt ein Experiment, das in der Gruppe Komplexe Plasmen des
Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik durchgeführt wurde.
Zu sehen ist ein Mikroteilchen-Tropfen, der in einem komplexen Plasma
entsteht - einem ionisierten Gas, in das kleine geladene Plastikteilchen
gegeben werden. Unter bestimmten Bedingungen entstehen in diesen Systemen
neuartige Phänomene: Es bilden sich Blasen, die nach oben in das Void
hinein "explodieren", und Tropfen wie der auf dem Titelbild gezeigte.
Ein weiteres Phänomen sind Spitzen, die sich in der Teilchenwolke am
unteren Rand bilden und nach oben zeigen. Diese Kegel erinnern an so
genannte Taylor-Kegel, die in Flüssigkeiten unter dem Einfluss eines
elektrischen Felds und der Oberflächenspannung entstehen.
Neuigkeitenseite der MPE Theoriegruppe
"On the Cover" - Physical Review Letters
(in englischer Sprache)
|
(30. Juni 2009)
zum Seitenanfang
(19. Juni 2009)
zum Seitenanfang
Beziehung zwischen der Grösse einer Galaxie
und dem in ihrem Zentrum enthaltenen schwarzen Loch.
Bild: Tim Jones/UT-Austin nach K. Cordes & S. Brown (STScI)
|
MPE-Astronom findet massereichstes schwarzes Loch in Galaxie M87
Die Astronomen Jens Thomas vom MPE und Karl Gebhardt von der University
of Texas haben mit neuen Techniken der Computermodellierung herausgefunden,
dass das schwarze Loch im Herzen von M 87, einer der größten nahe gelegenen
Riesengalaxien, zwei- bis dreimal massereicher ist als bisher angenommen.
Mit einem Gewicht von 6,4 Milliarden Malen der Sonnenmasse ist es das
massereichste schwarze Loch, das bisher entdeckt wurde. Das Ergebnis deutet
darauf hin, dass die Massen der schwarzen Löcher in anderen nahe gelegenen
Riesengalaxien von ähnlicher Größenordnung sind. Dies hat Konsequenzen für
Theorien über die Bildung und das Wachstum von Galaxien und könnte sogar ein
langjähriges astronomisches Paradox lösen.
[
mehr ]
Pressemitteilung des McDonald Observatoriums der Universität von Texas
(in englischer Sprache)
Vorveröffentlichung in astro-ph (#0906.1492)
(in englischer Sprache)
|
(8. Juni 2009)
zum Seitenanfang
Äußere Halos und das Intrahaufenlicht im Virgo-Galaxienhaufen
Bild: Chris Mihos, Case Western Reserve University / ESO
|
M 87: Der äußere Rand des Lichts einer Riesengalaxie und der
Übergang zu intergalaktischen Sternen
Astronomen des MPE und der ESO haben zum ersten Mal die Außenbereiche
der Riesengalaxie Messier 87 (M 87) untersucht und festgestellt, dass
Sterne, die man bisher zu M 87 rechnete, sich außerhalb ihres Randes
befinden. Die Astronomen glauben, dass die äußeren Teile von M 87
aufgrund noch nicht verstandener Ereignisse während der Bildung des
Virgo-Galaxienhaufens fehlen.
[
mehr ]
Originalveröffentlichung in astro-ph
(in englischer Sprache)
ESO Pressemitteilung
(in englischer Sprache)
|
(20. Mai 2009)
zum Seitenanfang
Die Photometer-Detektoren werden in die Fokalebene von PACS eingebaut.
Copyright: MPE, Garching, Germany; CEA, Saclay, France
|
Weltraumteleskop Herschel am 14. Mai erfolgreich gestartet
Am 14. Mai ist Herschel, das größte Weltraumteleskop, das
jemals gebaut worden ist, erfolgreich mit einer Ariane-Rakete ins All
gestartet. Für das Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik (MPE) in Garching bedeutet der Start den vorläufigen
Höhepunkt einer über zehnjährigen Arbeit an Konzeption und
Bau eines der drei Instrumente an Bord des Satelliten: PACS (Photodetector
Array Camera and Spectrometer) wurde vom MPE in Zusammenarbeit mit Partnern
aus sechs europäischen Ländern gebaut. Einschließlich des
Betriebs des Instrument Control Centre während der Mission hat das
PACS-Projekt die Länder rund 100 Millionen Euro gekostet.
MPE Pressemitteilung vom 4. Mai 2009
|
(15. Mai 2009)
zum Seitenanfang
MPE Meilenstein:
Herschel im Orbit
Künstlerische Darstellung von D. Ducros, ESA, 2009
|
Blick in die Kinderstube der Sterne
Nach etwa zehnjähriger Entwicklungsarbeit wird die ESA-Mission Herschel am
14. Mai ins All starten. Die Raumsonde soll in den nächsten 3 ½ Jahren in
1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde um die Sonne kreisen. Mit
ihren Instrumenten wird sie dabei speziell infrarote Strahlung einfangen
und untersuchen. Diese Strahlung birgt Informationen über die
unterschiedlichsten Phänomene wie etwa die Entstehung weit entfernter
Galaxien und das Vorkommen von Wasser in unserem Sonnensystem. An Bord
trägt Herschel zwei Instrumente, die Forscher von den Max-Planck-Instituten
für extraterrestrische Physik, für Astronomie, für Radioastronomie und für
Sonnensystemforschung mitentwickelt haben.
[
mehr ]
MPG Pressemitteilung
|
(4. Mai 2009)
zum Seitenanfang
In diesem Bild ist das rote Objekt das Nachleuchten des Gammastrahlenausbruchs,
der nur bei grösseren Wellenlängen (Infrarot) sichtbar ist.
Bild: GROND/MPE
|
Neuer Entfernungsrekord Gammastrahlenausbruch 090423 am Rande des Universums
Nur 15 Stunden nach der Entdeckungsmeldung des NASA Satelliten Swift über einen
Gammastrahlenausbruch am 23. April beobachtete diesen ein Astronomenteam vom MPE. Mit dem
am MPE gebauten Instrument
GROND, das am MPI/ESO Teleskop auf La Silla Observatorium (Chile)
motiert ist, wurde das Nachleuchten gleichzeitig in sieben Spektralbereichen (g'r'i'z'JHK)
untersucht. Die Ergebnisse ermöglichten der Gruppe um Jochen Greiner sehr rasch eine
Rotverschiebung der Quelle von etwa z = 8 zu berechnen, die sie als das bisher am
weitesten entfernteste Objekt am Himmel auswies.
[
mehr ]
|
(28. April 2009)
zum Seitenanfang
Bild: MPE
|
Bildung von S0 Galaxien in Gruppen ebenso häufig wie in
Galaxienhaufen
Dave Wilman, Astrophysiker am MPE, hat neue Erkenntnisse über
die Bildung einer bestimmten Kategorie von Galaxien, der so
genannten S0 Galaxien, gewonnen, die Auswirkungen auf die
Untersuchung von Galaxien im Allgemeinen haben.
[
mehr ]
|
(16. März 2009)
Seitenanfang
Bild: MPE
|
PACS ist bereit für den Start
Ingenieure und Wissenschaftler des MPE haben , zusammen mit
anderen Kollegen des PACS Konsortiums, unser Instrument für
den Herschel-Satelliten im Weltraumbahnhof der ESA in Kourou
(Französisch-Guayana) vor dem Start ein letztes Mal komplett
überprüft und melden jetzt an ihre Kollegen in Garching:
grünes Licht - PACS ist bereit für den Start!
Webseiten der PACS Gruppe am MPE
(in englischer Sprache)
Herschel Webseiten be der ESA
(in englischer Sprache)
|
(11. März 2009)
Seitenanfang
ROSAT Falschfarbenbild des Galaxienhaufens A3571. Die variable
Röngenquelle ist durch einen Pfeil markiert.
Bild: MPE
|
Hinweis auf eine Sternzerstörung durch Gezeitenkräfte im
Zentrum des Galaxienhaufens Abell 3571
Die Autoren der Veröffentlichung, davon mehrere vom MPE, entdeckten in den
Daten des ROSAT Satelliten zufällig eine Röntgenquelle in dem
Galaxienhaufen Abell 3571, die in ihrer Helligkeit über einen Zeitraum
von 13 Jahren stetig abnahm. Solch eine Beobachtung ist konsistent mit der
Zerstörung eines Sterns durch ein Schwarzes Loch mit 107
Sonnenmassen. Da das Schwarze Loch nur wenig Masse verschlingt, muss es sich
um eine teilweise oder explosive Zerstörung eines Sterns handeln.
Diese Veröffentlichung wurde von den Herausgebern der Fachzeitschrift
Astronomy & Astrophysics als
A&A Highlight eingestuft. Die
Herausgeber wollen mit diesen Highlights die Aufmerksamkeit der Leser auf
Veröffentlichungen in der aktuellen Ausgabe lenken, die sie für
besonders wichtig oder interessant auch für Leser aus anderen Fachgebieten
halten.
Originalveröffentlichung in
Astron. & Astrophys. 495, 523-535 (2009)
(in englischer Sprache)
Weitere Informationen erhalten Sie vom Autor
Nico Cappelluti
|
(02. März 2009)
Seitenanfang
31.7 Stunden nach dem Anfang des Gammastrahlen-
ausbruchs GRB 080916C, wurde das Abklingen des Ausbruchs mit dem
Gamma-Ray Burst Optical/Near-Infrared Detector (GROND) beobachtet.
Bild: MPE / GROND
|
Extremster bisher beobachteter Gammastrahlenausbruch mit dem
NASA Satelliten Fermi gemessen
Der erste Gammastrahlenausbruch der von dem NASA Satelliten Fermi
Gamma-ray Space Telescope mit deutlicher Emission im GeV Bereich
beobachter wurde, ist auch in anderer Hinsicht bedeutend. Kein
Ausbruch davor war so energiereich, zeigte so grosse Geschwindigkeiten
des abgestossenen Materials und emittierte zu Begin so hochenergetische
Strahlung.
[
mehr ]
|
(19. Februar 2009)
Seitenanfang
Das Parabelflug-Team vom MPE
Bilder: MPE
|
Parabelflüge in Bordeaux
Die MPE-Gruppe Theorie und Komplexe Plasmen hat mit gleich zwei
Experimenten, Fast PK-3 Plus und PK-4, erfolgreich an der
13. Parabelflugkampagne des Deutschen Zentrums für Luft- und
Raumfahrt in Bordeaux teilgenommen.
[
mehr ]
|
(17. Februar 2009)
zum Seitenanfang
MPE Meilenstein und Pressemitteilung:
Die elliptischen Galaxien NGC 4649 (links) und NGC 4621 (rechts) im Virgo
Galaxienhaufen. Diese beiden Galaxien gehören zu der Stichprobe von Galaxien,
die von Kormendy und Bender untersucht wurde.
Bild: Sloan Digital Sky Survey/WIKISKY
|
Astronomen entdecken Zusammenhang zwischen supermassereichen schwarzen
Löchern und der Bildung von Galaxien
John Kormendy von der University of Texas in Austin und Ralf Bender vom
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und von der Universitäts-Sternwarte
München haben neue Hinweise darauf gefunden, dass sich Galaxien und ihre
zentralen massereichen schwarzen Löcher in engem Wechselspiel miteinander
entwickeln.
|
(02. Februar 2009)
zum Seitenanfang
Zur Feier der 10. Mission wurde dieses Logo entworfen.
Bild: MPE
Feier nach erfolgreicher Beendigung der Experimente
Bild: MPE
|
10. Mission PK-3 Plus auf der Internationalen Raumstation (ISS)
Exakt drei Jahre nach dem Start der operationellen Phase von PK-3 Plus auf der
Internationalen Raumstation (ISS) wurde die 10. Mission mit drei weiteren
Experimenten erfolgreich beendet. Das russisch-deutsche Plasmakristall-Labor
PK-3 Plus, an dem die MPE-Gruppe Theorie und komplexe Plasmen beteiligt ist,
ist schon das zweite Labor seiner Art auf der ISS. Es hat PKE-Nefedov, das
erste naturwissenschaftliche und zugleich das erfolgreichste Experiment in
der Geschichte der ISS, im Januar 2006 abgelöst und liefert, wie schon das
Vorgänger-Modell, interessante Einblicke in den neuen Zustand der "Weichen
Materie", der komplexen Plasmen. So genannte Plasmakristalle und Flüssigkeiten
können im komplexen Plasma auf dem fundamentalen Level einzelner Gitteratome
beobachtet und studiert werden. So waren auch die drei Experimente (je 90
Minuten Experimentzeit) der 10. Mission der Kristallisation und dem Schmelzen
von Plasmakristallen gewidmet, sowie weiteren Phänomenen in Flüssigkeiten,
wie der Ausbildung von Blasen, Tropfen oder Fontänen.
Zur Feier der 10. Mission wurde ein Logo entworfen (Bild), für Sticker, T-Shirts
und Tassen, die bei der Feier nach erfolgreicher Beendigung der Experimente in
Korolyov (Moskau) nahe dem russischen Kontrollzentrum direkt eingeweiht wurden (
Bild).
Ende 2009 sollte die operationelle Phase von PK-3 Plus enden, allerdings
funktioniert die Apparatur noch einwandfrei, und es sind noch genügend Ressourcen
vorhanden, so dass die russische Seite eine Verlängerung der Nutzung für weitere
zwei Jahre anstrebt, der das MPE natürlich vollkommen zustimmt. So sind noch viele
weitere, in vieler Hinsicht spannende Missionen zu erwarten.
|
(27. Januar 2009)
zum Seitenanfang
Bild oben: der Herschel Satellit über der Umweltkammer der ESA;
Bilder unten: Mitarbeiter beim Test
(Poglitsch, Lutz, Contursi, Feuchtgruber, Müller und
Nielbock (MPIA Heidelberg); v.l.n.r).
Bilder: ESA/MPE
|
Gelungene Generalprobe für Herschel
Herschel, das grösste jemals gebaute Weltraumteleskop,
hat seine letzten Systemtests erfolgreich bestanden und ist somit bereit,
ab voraussichtlich 12. April 2009 die fernsten und kältesten Objekte des
Universums zu erkunden. Vom 13. bis 18. Dezember wurden im so genannten
SOVT (System Operational Validation Test) fünf volle Betriebstage für
das Raumfahrzeug simuliert, um mögliche technische Probleme vor dem Start
beheben zu können. Das MPE hat das Instrument PACS für Herschel entwickelt,
eine Kombination aus Kamera und Spektrometer, die es ermöglicht,
Ferninfrarot-Aufnahmen in sechs verschiedenen Farbbereichen zu machen.
Zusammen mit den beiden anderen Instrumenten des Teleskops wird PACS
genutzt werden, um die Entstehung und Entwicklung von Galaxien und Sternen
zu untersuchen.
|
(22. Dezember 2008)
zum Seitenanfang
MPE Meilenstein:
Der zentrale Bereich unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße.
Bild: ESO
|
Beispiellose Langzeitstudie verfolgt
Sternorbits um das Schwarze Loch im Zentrum der Milchstraße
Wegweisende neue Erkenntnisse über die Region im Herzen unserer Galaxis
In einer 16 Jahre langen Untersuchung hat ein Team deutscher Astronomen
das bisher detailreichste Bild von der Umgebung des supermassiven
Schwarzen Lochs im Herzen unserer Galaxis gezeichnet. Die Forscher
haben die Umlaufbahnen von fast 30 Sternen gemessen - fünf Mal mehr
als in vorhergehenden Untersuchungen - und dabei die verborgenen
Geheimnisse dieser turbulenten Region enthüllt. Einer der Sterne hat
jetzt sogar das Schwarze Loch einmal vollständig umrundet seit Beginn
der Beobachtungen 1992.
|
(10. Dezember 2008)
zum Seitenanfang
Internationales Jahr der Astronomie 2009 (IYA 2009)
|
Das Weltall. Du lebst darin - Entdecke es!
Aufbruch ins Universum: Countdown zum Astronomiejahr
Am 20.12.2007 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2009
offiziell zum "International Year of Astronomy" (IYA 2009, Astro-Jahr)
erklärt. Initiiert wurde das Jahr von der "International Astronomical
Union" (IAU) und der UNESCO, in Erinnerung an den 400. Jahrestag der
ersten Himmelsbeobachtungen durch ein Galileisches Fernrohr. Astronomie
als allumfassendste Wissenschaft ist tief verwurzelt im Kulturerbe der
Menschheit. Astrophysikalische Erkenntnisse revolutionieren auch heute
noch unser Weltbild und Verständnis des Universums.
MPE und MPA beteiligen sich zusammen mit anderen Instituten in Garching
an diversen Projekten zum Astronomiejahr.
|
(24. November 2008)
zum Seitenanfang
Kosmonaut Malenchenko auf der ISS bei der Durchführung von
Plasmakristall-Experimenten im März 2008.
Bild: RKK-Energia
|
10 Jahre deutsch-russische Plasmakristall-Kooperation auf der ISS
Am 17.-18. November treffen die Institute Joint Institute for High
Temperatures JIHT in Moskau und MPE zu einem Plasmakristall-Symposium
am MPE zusammen um die gemeinsamen Erfolge, sowohl wissenschaftlicher
als auch technischer Art, zu präsentieren, zu diskutieren und für
zukünftige Projekte auszunutzen. Begleitet wird die russische Delegation
von vier Kosmonauten, Ingenieuren und Offiziellen von RKK-Energia
(Raumfahrt-Industrie), des Kosmonauten-Trainingszentrums und des
ISS-Kontrollzentrums.
Historie: 1998 besucht Prof. Fortov, zu diesem Zeitpunkt Forschungsminister
unter Präsident Jelzin, das MPE, und startet damit die deutsch-russische
Plasmakristall-Kooperation auf der Internationalen Raumstation ISS. Anfang
2001 wird unser russisch-deutsches PKE-Nefedov Labor auf der ISS von der
1. Crew als erstes naturwissenschaftliches Experiment in Betrieb genommen.
Insgesamt 4 1/2 Jahre wird es betrieben und avanciert zum erfolgreichsten
Experiment auf der ISS mit mehr als 30 Veröffentlichungen in referierten
Fachzeitschriften -- ein Durchbruch für die komplexe Plasmaforschung mit
vielen neuen Erkenntnissen für dieses junge Forschungsgebiet. Ende 2005
wird PKE-Nefedov durch seinen Nachfolger, PK-3 Plus, abgelöst.
Nahezu alle russischen Crewmitglieder haben Plasmakristall-Experimente
auf der ISS durchgeführt, ebenso wie Thomas Reiter und Claudie Hagniere
von der ESA. Von den Kosmonauten wird ein großes experimentelles und
technisches Wissen benötigt, da teilweise Experimente von ihnen manuell
durchgeführt werden müssen, um gewisse Ziele zu erreichen. Deswegen
spielt in diesem Projekt die menschliche Komponente auf der ISS eine
sehr wesentliche Rolle und der Kontakt Kosmonaut-Wissenschaftler ist
hier sehr intensiv.
|
(14. November 2008)
zum Seitenanfang
Radiokarte des Supernovaüberrests CTA-1. Überlagert ist die Position
des Pulsars und seine angedeutete Lichtkurve.
Bild: NASA / S. Pineault, DRAO / G. Kanbach, MPE.
|
Junger Pulsar strahlt im Gammalicht
Neutronenstern im nahen Supernova-Überrests CTA 1 gefunden
Erstmals haben Wissenschaftler einen rotierenden Neutronenstern - einen Pulsar -
anhand seiner Gammastrahlung identifiziert. Die Entdeckung gelang einem
internationalen Team um Gottfried Kanbach vom MPE. Für ihre Beobachtungen nutzten
die Forscher das neue Fermi Gamma-Ray Space Telescope.
|
(16. Oktober 2008)
zum Seitenanfang
|
Klaus Tschira Preis für Felicitas Mokler
Felicitas Mokler, Postdoktorandin am MPE, hat den mit 5000 Euro dotierten
Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft "KlarText!" gewonnen.
Der Preis zeichnet Wissenschaftler aus der Biologie, Chemie, Informatik,
Mathematik, Physik und den Neurowissenschaften aus, die die Ergebnisse
ihrer herausragenden Dissertation in einem Artikel anschaulich beschreiben.
Thema der Arbeit von Felicitas Mokler war ein Experiment auf der
Raumstation ISS zur Entstehung von Planeten.
|
(16. Oktober, 2008)
zum Seitenanfang
Künstlerische Darstellung des beobachteten Strahlungsausbruchs
Bild: A. Stefanescu, MPE
|
Überraschende Blitze eines möglichen Magnetars
Strahlungsausbrüche im optischen Wellenlängenbereich zeigen Grenzen der
etablierten Theorien über Magnetare auf
Mithilfe des Hochgeschwindigkeits-Photometers OPTIMA des Max-Planck-Instituts für
extraterrestrische Physik (MPE) hat ein Team von Wissenschaftlern dieses Instituts
möglicherweise eine unerwartete neue Unterart astronomischer Objekte entdeckt. Dabei
scheint es sich um einen Magnetar zu handeln, der Strahlungsausbrüche im optischen
Spektrum aufweist, im Gegensatz zu den Röntgen- und Gammablitzen, die normalerweise
als typisch für Magnetare gelten.
|
(24. September 2008)
zum Seitenanfang
Bild: MPE
|
GROND bestätigt fernsten jemals gesehenen Gammastrahlenausbruch
Mithilfe des vom Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE)
entwickelten Nahinfrarot-Detektors GROND (Gamma-Ray Burst Optical Near-IR
Detector) haben Wissenschaftler dieses Instituts den fernsten jemals
gesehenen Gammastrahlenausbruch nachgewiesen. Der Ausbruch fand weniger als
825 Millionen Jahre nach dem Urknall statt. Der Stern, bei dessen Tod die
Gammastrahlen ausgesendet wurden, starb, als das Universum weniger als ein
Sechzehntel seines gegenwärtigen Alters erreicht hatte.
|
(18. September 2008)
zum Seitenanfang
Künstlerische Darstellung der Gasscheibe um einen Stern, in der sich
Planeten bilden
Bild: ESO
|
Hinweise auf Planeten in jungen Gasscheiben
Detailliert wie nie zuvor konnten jetzt Astronomen die Gasscheiben rund um
junge, sonnenähnliche Sterne beobachten, in denen sich Planeten bilden. Im
inneren Teil der Scheibe war deutlich die Bewegung und Verteilung von Gas
zu erkennen, was mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Vorhandensein von
Riesenplaneten hinweist. Projektleiterin des Beobachtungsprogramms am Very
Large Telescope war Ewine van Dishoeck vom MPE. Da sich auf Planeten
möglicherweise andere Formen von Leben finden lassen, spielt das Studium
von Exoplaneten in der heutigen Astronomie eine zentrale Rolle.
|
(8. September 2008)
zum Seitenanfang
Erstes Bild des gesamten Himmels aufgenommen vom Large Area Telescope
des Fermi Gamma-ray Space Telescope
Bild: NASA/DOE/International LAT Team
|
GLAST - Erste Beobachtungen GLAST Burst Monitor entdeckt 31
Gammablitze
Das Gamma-Ray Large Area Space Telescope GLAST hat alle Tests mit Bravour
bestanden und erforscht seit zwei Monaten das Universum im Bereich der
Gammastrahlung. Der GLAST Burst Monitor (GBM), dessen Detektoren vom
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) entwickelt
wurden, hat im ersten Monat seines Betriebs bereits 31 Gammablitze
aufgespürt.
Zudem hat die NASA heute offiziell bekannt gegeben, dass GLAST in Fermi
Gamma-ray Space Telescope umbenannt wird.
|
(26. August 2008)
zum Seitenanfang
Beispiel: Projekt LISA - drei identische Satelliten, die in
Dreiecksformation fliegen.
Bild: NASA/JPL-Caltech
|
Visionen für den Weltraum
Die Teilnehmer eines vom MPE organisierten Workshops über
Grundlagenforschung im All fordern ein Strategiepapier zur nationalen
Raumfahrt
Welche Themen eignen sich zur Erforschung in der Schwerelosigkeit?
Wie sehen die Pläne für mittel- und langfristige Projekte aus?
Welche Möglichkeiten der Förderung gibt es? Solche Fragen diskutierten
etwa 120 Vertreter aus Wissenschaft, Industrie und Politik auf einem
zweitägigen Workshop, zu dem das Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik eingeladen hatte. Ziel der Veranstaltung in den Räumen des bayerischen
Wirtschaftsministeriums: Die Vorbereitung eines Strategiepapiers zur
nationalen Raumfahrt.
|
(09. Juli 2008)
zum Seitenanfang
Künstlerische Darstellung des GLAST Satelliten in der Erdumlaufbahn
Bild: General Dynamics C4 Systems
|
NASA-Satellit GLAST erfolgreich gestartet
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik entwickelte Detektoren
für GLAST Burst Monitor
Das Gamma-Ray Large Area Space Telescope GLAST ist am 11. Juni 2008 mit einer
Delta-II-Rakete von der Cape Canaveral Air Force Station in Florida,
USA erfolgreich gestartet. Das MPE war in Zusammenarbeit mit anderen
Instituten am Bau des Sekundärinstruments GLAST Burst Monitor (GBM)
beteiligt. Das neue Weltraumteleskop soll kosmische Gammaquanten
registrieren und den Wissenschaftlern dadurch die Erforschung des
hochenergetischen Universums ermöglichen. Der Start von GLAST war in
den vergangenen Monaten wegen Problemen mit der Rakete mehrere Male
verschoben worden.
|
(11. Juni 2008)
zum Seitenanfang
Reinhard Genzel
|
Shaw-Preis für Reinhard Genzel
Der diesjährige Shaw-Preis für Astronomie geht an Reinhard Genzel, Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik (MPE), für seine herausragenden Beiträge zur Entdeckung des supermassiven Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße. Der Shaw-Preis wird von der Shaw Prize Foundation in Hong Kong jährlich in den Lebenswissenschaften, der Mathematik und der Astronomie vergeben und ist mit jeweils einer Million US-Dollar dotiert.
|
(10. Juni 2008)
zum Seitenanfang
Maarten Schmidt
|
Kavli-Preis für Maarten Schmidt
Maarten Schmidt vom California Institute of Technology,
externes wissenschaftliches Mitglied des MPE, hat gemeinsam
mit Donald Lynden-Bell von der Universität Cambridge den ersten
norwegischen Kavli-Preis für Astrophysik erhalten.
Die Kavli-Preise sind als Ergänzung der bestehenden Nobelpreise neu
ins Leben gerufen worden und wurden in diesem Jahr für besondere
Leistungen in der Astrophysik, den Nanowissenschaften und der
Hirnforschung verliehen. Maarten Schmidt und Donald Lynden-Bell
wurden für ihre Erkenntnisse über Quasare ausgezeichnet.
|
(30. Mai 2008)
zum Seitenanfang
Eine Brücke aus heißem Gas verbindet zwei Galaxienhaufen.
Kombination aus Röntgenbild und optischem Bild von Abell 222
und Abell 223.
Bild: ESA/XMM-Newton/ EPIC/ ESO (J. Dietrich)/ SRON (N. Werner)/
MPE (A. Finoguenov)
|
Vermisstes Stück des kosmologischen Puzzles gefunden
Astronomen entdecken einen Teil lange gesuchter baryonischer Materie in
einem Filament zwischen zwei Galaxienhaufen
Die Zusammensetzung des Universums bereitet den Astrophysikern großes
Kopfzerbrechen: Etwa 96 Prozent bestehen aus bisher unerforschten
Stoffen. Ganze vier Prozent setzen sich aus der uns vertrauten Form
der Materie zusammen, aus der auch wir selbst bestehen, der sogenannten
baryonischen Materie. Selbst dieser geringe Anteil gibt allerdings
Rätsel auf: Die bekannten Sterne, Galaxien und Gase im All machen
zusammen nur die Hälfte dieser vier Prozent aus. Jetzt hat ein Team
von Astrophysikern des MPE und der ESO sowie zweier Institute in den
Niederlanden Hinweise auf einen Teil der vermissten Baryonen in einem
brückenartigen Filament zwischen zwei Galaxienhaufen gefunden
(Astronomy & Astrophysics Letters, Mai 2008).
|
(6. Mai 2008)
zum Seitenanfang
Der Raketeneffekt der Gravitation schießt ein Schwarzes Loch aus seiner Galaxie
(künstlerische Darstellung).
Gesamtbild: MPE, zugrundeliegende Galaxie: HST Archiv
|
Superkick: Schwarzes Loch aus Muttergalaxie verstoßen
Gravitationsrakete beschleunigte das Schwerkraftmonster auf Tausende von
Kilometern pro Sekunde
Durch einen gewaltigen Ausbruch von Gravitationswellen beim Verschmelzen
zweier Schwarzer Löcher wurde das dabei entstandene Schwarze Loch aus dem Kern
seiner Galaxie herauskatapultiert. Dieser spektakuläre Vorgang, der von
Theoretikern seit langem vorhergesagt worden war, konnte jetzt zum ersten Mal
in der Natur beobachtet werden. Das Team um Stefanie Komossa vom Max-Planck-Institut
für extraterrestrische Physik (MPE) hat mit seiner Entdeckung ein neues Fenster
in der beobachtenden Astrophysik aufgestoßen, mit weitreichenden Folgen für unser
Verständnis der Galaxienentstehung und -entwicklung im frühen Universum.
|
(29. April 2008)
zum Seitenanfang
Eine künstlerische Darstellung des Lichtechos der Zerstörung eines
Sterns durch ein Schwarzes Loch
Bild: MPE/ESA
|
Schwarzes Loch bringt Licht ins Dunkel einer Galaxie
Erstmals Lichtecho eines Röntgenblitzes im Detail beobachtet
Zum ersten Mal konnte ein Lichtecho der Zerstörung eines Sterns durch
ein Schwarzes Loch im Detail verfolgt werden. Ein internationales Team
um Stefanie Komossa vom MPE beobachtete dabei die stärkste Eisenemission,
die jemals in einer Galaxie gemessen wurde und interpretierte sie als
Beleg für das Vorhandensein eines molekularen Torus. Das Lichtecho
führte nicht nur zur Entdeckung des stellaren Zerstörungsprozesses,
sondern stellt zugleich eine vielversprechende neue Methode dar,
Galaxienkerne zu kartografieren.
|
(17. April 2008)
zum Seitenanfang
Künstlerische Darstellung des Schwarzen Lochs in Omega Centauri
Bild: Gemini Observatory/AURA
|
Schwarzes Loch im Kugelsternhaufen Omega Centauri gefunden
Der bekannte Kugelsternhaufen Omega Centauri, der schon mit blossem Auge
zu sehen ist, beherbergt vermutlich ein Schwarzes Loch im Zentrum.
Beobachtungen mit dem Gemini Observatorium in Chile und dem Hubble
Weltraumteleskop durchgeführt von Eva Noyola vom MPE und
internationalen Kollegen erbrachten überzeugende Hinweise auf
die Existenz solch eines Objektes. Diese Entdeckung kann
möglicherweise auch die Entstehung und Entwicklung
der supermassiven Schwarzen Löcher in den Zentren von Galaxien
erklären.
|
(7. April 2008)
zum Seitenanfang
Eine künstlerische Darstellung eines engen Doppelsternsystems,
das der Vorläufer einer Nova sein kann
Bild: Mark A. Garlick
|
Turbulente Scheibe
Asymmetrische Akkretionsscheibe einer Nova ruft Schwankungen in
der Röntgenstrahlung hervor
Eine Arbeitsgruppe um Gloria Sala vom Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik hat die Nova V5116 Sagittarii mit dem
ESA-Röntgen-Weltraumobservatorium XMM-Newton beobachtet und abrupte
Steigerungen und Rückgänge der Röntgenlicht-Emissionskurve bei
gleichbleibender Temperatur in der Atmosphäre des Weißen Zwerges
festgestellt. Eine Überdeckung der Röntgenquelle durch eine
asymmetrische Akkretionsscheibe könnte die Ergebnisse erklären.
|
(3. April 2008)
zum Seitenanfang
Reimar Lüst (li) im Kreise seiner MPE-Direktoriums Kollegen
anlässlich der MPE Neubau-Einweihung im Jahr 2000
|
85. Geburtstag von Reimar Lüst
Reimar Lüst, geboren am 25. März 1923, war von 1963 bis 1972 Direktor der
Abteilung Extraterrestrische Physik des Max-Planck-Instituts für Physik
und Astrophysik, aus der später das MPE als selbständiges Institut
hervorging. Im Anschluss an seine Zeit als MPE-Direktor leitete Lüst zwölf
Jahre lang als Präsident die Max-Planck-Gesellschaft.
MPG und MPE gratulieren Reimar Lüst ganz herzlich zum 85. Geburtstag.
|
(25. März 2008)
Seitenanfang
Verleihung des Pythagoras Preises
|
Pythagoras-Preis 2008 für Sandra Savaglio
Sandra Savaglio vom MPE erhält den diesjährigen Pythagoras-Preis, den
die süditalienische Stadt Crotone seit 2004 im Auftrag der Universität
Kalabrien vergibt. Savaglio wird für ihre wissenschaftliche
Gesamtleistung in verschiedenen Feldern der Astrophysik ausgezeichnet.
|
(12. März 2008)
Seitenanfang
LBT-Aufnahme der Spiralgalaxie NGC 2770 in 102 Millionen Lichtjahren
Entfernung. Das ferne Sternsystem besteht aus einer flachen Scheibe
aus Sternen und leuchtendem Gas, die leicht zu unserer Sichtlinie
geneigt ist
Bild: LBT
|
Das LARGE BINOCULAR TELESCOPE (LBT) blickt erstmals mit beiden
"Augen" ins ALL
Nach mehr als zehnjähriger Bauzeit hat das leistungsstärkste
Einzelteleskop der Welt, das LBT, erstmals mit seinen beiden
riesigen "Augen" den Himmel beobachtet. Die US-amerikanischen,
italienischen und deutschen Partner im Large Binocular Telescope -
Projekt berichten vom erfolgreichen "Ersten Licht" bei der
Beobachtung im binokularen Modus. Durch Erreichen dieses neuen
Meilensteins ist das LBT nun auf dem Weg, mit neuen und noch
leistungsfähigeren Blicken in die Tiefen des Universums fundamentale
Fragen über die Entstehung des Universums und geheimnisvolle Welten
in anderen Planetensystemen zu beantworten.
Das MPE ist mit dem Nahinfrarotinstrument LUCIFER an dem Projekt
beteiligt und wird mit dem LBT die Entwicklung von Galaxien im
frühen Universum erforschen.
|
(7. März 2008)
Seitenanfang
Dem Supernova-Vorläufer auf der Spur: das Bild wurde vier Jahre vor der
Supernova vom Chandra Satelliten aufgenommen. Es zeigt eine starke
Röntgenstrahlung an derselben Stelle der späteren Typ Ia Supernova
SN 2007on.
Bild: Chandra / Rasmus Voss, MPE
|
Astronomen spüren den möglichen Vorläufer einer Supernova vom
Typ Ia auf
Eine Supernova ist kein neuer Stern, wie der Name suggeriert. Vielmehr
verbirgt sich hinter einer solchen Explosion eine Sonne, die schon
länger existierte. Bei den Supernovae vom Typ Ia sind sogar zwei Sterne
im Spiel: Ein Weißer Zwerg, der von einem Roten Riesen so lange gierig
Materie abzieht, bis er eine kritische Masse erreicht, schließlich
„hochgeht“ und dabei so hell strahlt wie Millionen oder gar Milliarden
Sonnen. Rasmus Voss, der am MPE und am Exzellenzcluster „Universe“ forscht,
und Gijs Nelemans von der Radboud Universität im holländischen Nijmegen
haben dieses Szenario jetzt durch Beobachtungen mit dem Röntgensatelliten
Chandra bestätigt. Dabei schlossen die Wissenschaftler eine Alternativerklärung
aus, wonach die Kollision von zwei Weißen Zwergen zu einer Supernova führen
könnte (Nature, 14. Februar 2008).
|
(13. Februar 2008)
Seitenanfang
Simulation der Herausbildung einer massiven Supergalaxie.
Bild: Klaus Dolag, MPA
|
Verzerrungen der kosmologischen Galaxienflucht eröffnen neue Einsichten
in die beschleunigte Expansion des Universums.
Aus Beobachtungen weit entfernter Supernovae des so genannten Typs Ia und
der kosmischen Hintergrundstrahlung schließen Forscher, dass sich das
Universum derzeit in einer Phase der beschleunigten Expansion befindet.
Dabei dehnt sich die Raumzeit aus, wobei die Galaxien mitbewegt werden. Die
physikalische Ursache der beschleunigten Ausdehnung ist bisher unbekannt.
Forscher um Luigi Guzzo vom MPE und vom Max-Planck-Institut für Astrophysik
(MPA) in Garching haben jetzt eine neue Methode zur Erforschung der Ursache
der beschleunigten Expansion vorgeschlagen und nachgewiesen, dass sie
funktioniert. Dabei werden Verzerrungen der kosmologischen Rotverschiebung
aufgrund der Eigenbewegung der Galaxien genutzt.
[ mehr]
|
(30. Januar 2008)
Seitenanfang
Antimaterie (oben) und Röntgendoppelsterne (unten) zeigen eine
ähnliche Vereilung um das Zentrum der Galaxis.
Bild: Weidenspointner, MPE
|
Anti-Materie von Röntgendoppelsternen?
Ein erster Hinweis auf die Erzeugung von Positronen durch
Röntgendoppelsterne in unserer Galaxis
Beobachtungen mit dem europäischen Forschungssatelliten INTEGRAL
haben Wissenschaftler dem rätselhaften Ursprung der Anti-Materie in
unserer Galaxis ein großes Stück näher gebracht: die
Anti-Materie ist ungleich in der Galaxis verteilt. Eine ähnlich ungleiche
Verteilung wurde für eine Population von Röntgendoppelsternen
bestimmt. Wie von einem internationalen Team um Georg Weidenspointner
vom MPE in der Nature-Ausgabe vom 10. Januar 2008 berichtet wird, legen
diese überraschenden Entdeckungen die Vermutung nahe, dass ein
Großteil der Anti-Materie in unserer Galaxis von
Röntgendoppelsternen erzeugt wird.
|
(10. Januar 2008)
Seitenanfang
Das massive stellare Schwarze Loch in der Galaxie M 33.
Bild: Pietsch, MPE
|
Entdeckung des bisher massereichsten stellaren Schwarzen Lochs
gelungen
In M 33, einer Nachbargalaxie der Milchstraße, wurde das bisher
schwerste bekannte stellare Schwarze Loch entdeckt.
Das Objekt mit der Bezeichnung M 33 X-7 besitzt knapp die
16-fache Masse unserer Sonne und ist Teil eines
Doppelsternsystems. Forscher des MPE waren maßgeblich daran beteiligt,
das Schwarze Loch zu "wiegen".
|
(18. Oktober 2007)
Seitenanfang
Die 14 Quasare bei denen mit Hilfe von SINFONI bisher unentdeckte
Galaxien durch ihre Wasserstoffemissionslinien nachgewiesen werden
konnten.
Bild: ESO
|
Die Suche nach Galaxien ist bedeutend einfacher geworden
Astronomen haben in einer einzigen Beobachtunsreihe mit dem
Very Large Telescope der ESO mehr als ein Dutzend sonst unsichtbarer
Galaxien in den Weiten des Universums entdeckt. Die Beobachtungen wurden
mit SINFONI, einer Kombination des am MPE gebauten Instruments SPIFFI und
der adaptiven Optik der VLT Teleskope, gemacht. Sie stellen einen Durchbruch
bei der "Jagd" nach Galaxien dar, in denen gerade eine starke Sternentstehung
statt findet. Bei dieser Beobachtungstechnik wird zuerst im Licht entfernter
Quasare nach Anzeichen von Galaxien gesucht, die sich zwischen dem Quasar und
dem Beobachter befinden. Dann wird mit Hilfe von SINFONI gezielt nach
Wasserstoffemissionslinien der Galaxien gesucht und diese so nachgewiesen.
|
(21. September 2007)
Seitenanfang
Logo des neuen 2XMM Katalogs
Bild: ESA
|
Der umfangreichste Katalog von Röntgenquellen,
die mit XMM-Newton gefunden wurden,
wurde jetzt veröffentlicht
Aus allen Daten die der Röntgensatelliten XMM-Newton in über
6 Jahren aufgenommen hat, wurde der nun veröffentlichte
"2XMM Serendipitous EPIC Source Catalogue" zusammengestellt.
Das "XMM-Newton Survey Science Centre (SSC)", ein Konsortium
europäischer Institute dem auch das MPE angehört, hat ihn im
Auftrag der ESA erstellt.
|
(7. September 2007)
Seitenanfang
GROND (links unten) am 2.2 m MPI/ESO Teleskop
Bild: MPE
|
Grond geht in Betrieb
"First Light" für Grond auf dem La Silla Observatorium der ESO
Die gewaltigen Gammastrahlenausbrüche (Gammabursts) sind der Geburtsschrei
Schwarzer Löcher und zeugen sogar von der Verschmelzung riesiger Neutronensterne.
Sie sind aber nur für Millisekunden oder mehrere Sekunden von der Erde
aus zu beobachten. Um die plötzlichen Explosionen im All jetzt besser und
schneller untersuchen zu können, hat das GROND Teleskop
(Gamma Ray Burst Optical Near IR-Detector)
am La Silla
Observatorium in Chile seinen Betrieb aufgenommen. Das Max-Planck-Institut
für extraterrestrische Physik und die Thüringer Landsternwarte Tautenburg
entwickelten GROND, um während eines Gammabursts zu bestimmen, wie weit
weg die Explosion stattfindet. Die Forscher wollen nun Ausbrüche so nahe
am Urknall beobachten, wie noch niemand zuvor.
|
(7. Juli 2007)
Seitenanfang
Der Fingerabdruck des radioaktiven Zerfalls von Fe-60 im
interstellaren Gas unserer Galaxis: In der Grafik sind die
Gammalinien bei 1173 und 1332 keV überlagert, um
das schwache gemessene Signal sichtbar zu machen.
Bild: MPE
|
Radioaktives Eisen - Fenster ins Innere der Sterne
Mit dem europäischen Gammasatelliten INTEGRAL haben Wissenschaftler
des MPE radioaktives Eisen innerhalb der Milchstraße entdeckt.
Obwohl die Eisenatome im interstellaren Gas verteilt sind - also
außerhalb der Sterne -, gestatten sie gleichsam einen Blick ins
Innere jener massereichen Sonnen, die unsere Galaxis und ihre Spiralarme
prägen.
|
(26. Juni 2007)
Seitenanfang
Das verschmelzende Galaxienpaar IRAS 06035-7102 in einem durch den Einsatz
von "PARSEC" hochaufgelösten Bild. Die bei diesem Vorgang entstandenen
konzentrierten Sternhaufen in den herausgeschleuderten Gasmassen sind
deutlich zu sehen.
Die Farbkodierung entspricht der Intensität.
Bild: (ESO/MPE/NACO-LGS/VLT)
|
Freiheit von der Atmosphäre!
Der Laserleitstern am VLT der ESO ist nun im wissenschaftlichen
Regelbetrieb
Über der Sternwarte Paranal mit dem "Very Large Telescope" der ESO
(weltweit eines der fortgeschrittensten bodengebundenen Großteleskope)
leuchtet nun ein künstlicher Laserstern. Dieses System mit dem Namen
"PARSEC", das am MPE gebaut wurde, dient den mit einer adaptiven Optik
ausgestatteten Instrumenten am VLT und erlaubt den Astronomen, so scharfe
Aufnahmen zu erhalten, als ob keine störende Atmosphäre über ihnen wäre.
|
(13. Juni 2007)
Seitenanfang
Konturen der Röntgenbeobachtungen von M 31 mit dem Satelliten Chandra
unterlegt mit einem optischen Bild im Lichte der H-alpha Linie. Die
Positionen der 17 optischen Novae sind mit Kreisen markiert und
beschriftet.
Bild: W. Pietsch (MPE Garching), P. Massey (Lowell Observatory, USA),
NASA/Chandra
|
Röntgenstrahlen eröffnen einen neuen Weg um Explosionen auf
Sternen zu untersuchen
Astronomen vom MPE haben Beobachtungen mit den Röntgenobservatorien
XMM-Newton (ESA) und Chandra (NASA) sowie im Optischen benutzt um eine neue
Klasse von explodierenden Sternen zu identifizieren. Die
Röntgenstrahlung dieser Sterne "lebt kurz und erlöscht schnell".
Die Entdeckung dieser Klasse von Ausbrüchen schränkt mögliche
Modelle für optische Novae ein und hilft diese besser zu verstehen.
|
(9. Mai 2007)
Seitenanfang
|
|
Designentwurf von eRosita
Bild: MPE
|
eRosita genehmigt - die Jagd nach der Dunklen Energie kann beginnen
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat mit der Zuwendung
von 21 Millionen Euro den Weg für eRosita freigemacht. Die Forscher am
MPE können nun mit der Entwicklung des Röntgenteleskops beginnen.
Bereits am 23. März war in Moskau zwischen DLR und der russischen Agentur
Roskosmos eine Vereinbarung, ein sogenanntes Memorandum of Understanding,
unterzeichnet worden. Damit ist sichergestellt, dass das deutsche
Röntgenteleskop auf einem russischen Satelliten fliegen kann.
|
(30. März, 2007)
zum Seitenanfang
Neuestes XMM-Newton Bild der Supernova SN 1987A
Bild: ESA
|
|
20 Jahre Supernova SN 1987A - das neueste Bild von XMM-Newton
Die Supernova 1987A in der großen Magellanschen Wolke ist die uns am
nächsten gelegene Supernova die seit der Erfindung des Teleskops
beobachtet wurde. Fast genau 20 Jahre ihrer Entdeckung am 23. Februar 1987
wurde der Überrest des Sterns vom Röntgensatelliten XMM-Newton
am 17. Februar 2007 beobachtet. Dieser Überrest wird im
Röntgenlicht kontinuierlich heller und ist nun das hellste Objekt im
Röntgenlicht in der näheren Umgebung. Seit der ersten Beobachtung
mit XMM-Newton vom Januar 2000 wurde die Röntgenquelle um einen Faktor
10 heller.
Frank Haberl vom MPE ist der "Principal Investigator" des EPIC Instruments
auf XMM-Newton.
|
(24. Februar, 2007)
zum Seitenanfang
Verteilung der dunklen Materie in Blickrichtung des Hubble-Teleskops
(COSMOS-Feld).
Bild: NASA, ESA und R. Massey (California Institute of Technology)
|
|
Das Gerüst des Universums
Internationales Forscherteam erstellt die bisher genaueste Karte,
wie die dunkle Materie in einem Ausschnitt des Universums verteilt ist
Dunkle Materie gibt dem Universum seine Struktur. Ein internationales
Wissenschaftlerteam hat nun eine dreidimensionale Karte dieses unsichtbaren
Gerüsts erstellt, um das sich die gewöhnliche sichtbare Materie
anordnet. Die Karte zeigt in einem Ausschnitt des Universums sowohl die
Verteilung dunkler als auch gewöhnlicher, baryonischer Materie. Dieser
Ausschnitt umfasst 500 000 Galaxien und ist der bislang größte, den
Astrophysiker auf diese Weise kartografiert haben.
An der Karte der normalen Materie hat auch das Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik in Garching mitgearbeitet.
(Nature, 7. Januar 2007)
|
(8. Januar 2007)
zum Seitenanfang
Das PS1 Teleskop auf dem Gipfel des Haleakala-Vulkans auf Maui (Hawaii).
Bild: Brett Simison
|
|
Astronomen bilden weltweites Konsortium für eine neuartige Kartierung des
Himmels und den ersten »Film« über astronomische Objekte.
Pan-STARRS Erster "Film" des Himmels
Forscher der Max-Planck-Institute für Astronomie in Heidelberg und für
extraterrestrische Physik in Garching haben mit Kollegen aus den USA und
Großbritannien ein Konsortium zur Nutzung eines hocheffizienten neuen
Teleskops auf dem Berg Haleakala auf der Insel Maui (Hawaii) gebildet.
Dieses Teleskop wird große Teile des Himmels wiederholt in mehreren Farben
und mit hoher Empfindlichkeit kartieren - dabei wird der erste digitale
»Film« entstehen, der zeitliche Veränderungen am Himmel festhält.
|
(6. Oktober 2006)
zum Seitenanfang
Wasserstoff-(Ha)-Emission der rund elf Milliarden Lichtjahre entfernten
Galaxie BzK-15504. Die Farben zeigen, ob sich das ionisierte Gas von uns
weg (rot), auf uns zu (blau) oder scheinbar gar nicht bewegt (grün),
jeweils im Verhältnis zum gesamten restlichen System. Die Galaxie
scheint eine Scheibe wie unsere Milchstrasse zu sein, die mit 230 Kilometer
pro Sekunde um die gelbe Achse im Zentrum des galaktischen Kerns
(weisses Kreuz) rotiert.
Bild: SINFONI / VLT
|
|
Ferne Galaxie auf dem Seziertisch
Astronomen beobachten Prozesse innerhalb eines Sternsystems,
das nur drei Milliarden Jahre nach dem Urknall entstanden ist
Eine internationale Gruppe von Astronomen hat grosse Scheibengalaxien
entdeckt, die unserer Milchstrasse ähneln und sich in vergleichsweise
kurzer Zeit etwa drei Milliarden Jahre nach dem Urknall gebildet haben müssen.
Mit einer Kombination aus adaptiver Optik und dem neuen SINFONI-Spektrometer
gelang es den Forschern am Very Large Telescope der Europäischen
Südsternwarte, die Anatomie einer dieser Galaxien mit einer Rekordauflösung
von nur 0,15 Bogensekunden zu studieren.
|
(17. August 2006)
zum Seitenanfang
Künstlerische Darstellung der im Röntgenlicht leuchtenden
Magnetosphäre eines Millionen Jahre alten Pulsars. Der
Neutronstern selbst ist nicht sichtbar, da seine Oberfläche nicht
mehr genügend Hitze besitzt um Röntgenstrahlung zu
emittieren. Oberhalb der beiden magnetischen Pole des Neutronensterns
werden elektrisch geladene Teilchen aus der Magnetosphäre nach
außen beschleunigt, wobei sie intensive, stark gerichtete
Strahlung aussenden die mit XMM-Newton beobachtet wurde.
Bild: W. Becker / MPE
|
|
Max-Planck-Forscher gewinnen neue Einblicke in Prozesse, mit denen alte
Pulsare ihre Röntgenstrahlung erzeugen
Heiße Polkappen - Fehlanzeige!
Pulsare gleichen Leuchttürmen, die über komplexe Prozesse
elektromagnetische Strahlung erzeugen. Wie aber funktionieren diese
kosmischen Kraftwerke? Darüber rätseln die Astronomen seit der
Entdeckung dieser Objekte vor fast 40 Jahren. Dank der hohen
Empfindlichkeit des europäischen Röntgenobservatoriums XMM-Newton
haben Forscher der Max-Planck-Institute für extraterrestrische Physik
und für Radioastronomie jetzt eine Teilantwort gefunden: Danach stammt
die Energie für die Entstehung der bei jüngeren Pulsaren
häufig beobachteten Millionen Grad heißen Polkappen scheinbar
aus dem Innern der Sterne und nicht von außen, wie bisher allgemein
angenommen. Den Schlüssel zu dieser Erkenntnis lieferte die
Beobachtung von fünf, mehrere Millionen Jahre alten Pulsaren, bei
denen genau diese heißen Polkappen nicht beobachtet wurden.
|
26. Juli 2006)
zum Seitenanfang
Prof. Dr. Joachim Trümper
|
|
Marcel Grossmann Preis für Prof. Joachim
Trümper
Auf dem 11. Marcel Grossmann Meeting (MG11) in Berlin wurde Prof. Dr.
Joachim Trümper (MPE) der Marcel Grossmann Preis 2006 verliehen.
Der Preis wurde ihm für seine herausragenden wissenschaftlichen
Beiträge zur Physik kompakter astrophysikalischer Objekte und für
die Leitung der sehr erfolgreichen ROSAT Mission verliehen.
ROSAT entdeckte mehr als 200 000 galaktische und extragalaktische
Röntgenquellen und stellt "einen grossen Fortschritt der beobachtenden
Röngenastronomie und in unserem Wissen über das Universum dar".
|
(24. Juli 2006)
zum Seitenanfang
Dieses Bild, aufgenommen im Lichte von Röntgenstrahlung, zeigt eine
kometenartig verformte riesige Gaswolke die sich durch einen entfernten
Galaxienhaufen bewegt (im Bild von links oben nach rechts unten). Die
Länge der Gaswolke beträgt ca.
5 Millionen Lichtjahre (s. Skala) und ihre Geschwindigkeit beträgt
über 750 km/s.
Bild: ESA/XMM-Newton/Finoguenov et al.
|
|
XMM-Newton entdeckt den grössten bisher bekannten
Feuerball
Bei der Analyse von Daten des Röntgenobservatoriums XMM-Newton
entdeckte ein internationales Astronomenteam dem auch Mitarbeiter des MPE
angehören, einen kometenartig verformten Gasball mit eine Masse von
über einer Milliarde Sonnenmassen. Dieser 'Komet' bewegt sich
mit einer Geschwindigkeit von über 750 km/s durch den weit entfernten
Galaxienhaufen Abell 3266. Dieser riesige Feuerball ist der grösste
bisher entdeckte seiner Art.
|
(13. Juni 2006)
Seitenanfang
XMM-Newton Bild der Umgebung des Neutronensterns RXJ0720.4-3125
Bild: MPE
|
|
Schwankender Neutronenstern-Kreisel im All
Ein internationales Wissenschaftlerteam um Frank Haberl (MPE) hat einen
Neutronenstern beobachtet, der wie ein angestoßener Kreisel durchs All
taumelt. Der RXJ0720.4-3125 genannte Stern rotiert schnell um seine eigene
Achse und schwankt dabei hin und her. Der Himmelskörper hat diesen
ungewöhnlichen Drall wohl bereits bei seiner Entstehung erhalten,
vermuten die Astrophysiker. Bislang galten Neutronensterne als sehr
stabile Kreisel.
|
(19. April, 2006)
Seitenanfang
28. Januar 2006: Erstes Licht für die Laserleitsternanlage auf dem
Paranal-Observatorium in Chile.
Bild: ESO
|
|
Künstlicher Stern leuchtet über südlichem Nachthimmel -
Erstes Licht für die Laserleitstern-Anlage des Very Large Telescope
Wissenschaftler des MPE, des MPiA und der ESO erreichten kürzlich einen
weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Erforschung feinster
Details im Universum. Am Very Large Telescope (VLT) der ESO gelang
erstmalig die Erzeugung eines künstlichen Sterns in der südlichen
Hemisphäre. Dieser künstliche Laserleitstern wird die am VLT betriebenen
Adaptiven Optiken mit Licht versorgen um die durch Luftturbulenzen
bedingten Bildunschärfen in Echtzeit korrigieren zu können.
|
(23. Februar 2006)
Seitenanfang
Präzise Messungen der Frequenz der Gamma-Linie radioaktiven
26Al-Zerfalls (T1/2~72000 Jahre) zeigen,
dass diese Radioaktivität die Gesamtheit sehr massereicher und damit
junger Sterne in der Galaxis widerspiegelt.
Bild: MPE
|
|
Mit dem Gamma-Spektrometer SPI auf INTEGRAL gelang einem internationalen
Forscherteam unter Führung des MPE die
Bestimmung der Supernova-Rate in der Galaxis
über Radioaktivität
Radioaktives 26Al wird zusammen mit anderen neu fusionierten
Elementen in den interstellaren Raum geschleudert, wenn massereiche Sterne
am Ende ihrer Entwicklung ankommen und schliesslich als Supernova
explodieren. Die
Gammalinie dieses Zerfalls wurde nun mit bisher unerreichter Präzision
vermessen. Entlang der Richtung zum ansonsten meist durch Gaswolken
verdeckten Innenbereich der Milchstrasse zeigte sich in den Daten die
Rotations-Signatur der Galaxis über den Doppler-Effekt. Damit konnten die
Forscher schliessen, dass die uns erreichende 26Al Strahlung aus
den Tiefen
der gesamten Galaxis stammt. Die Gesamtmenge radioaktiven 26Al entspricht
damit einer Rate von 2 Supernova-Explosionen massereicher Sterne pro
Jahrhundert in unserer Galaxis.
|
(25. Januar 2006)
Seitenanfang
Das "Large Binocular Telescope" mit dem ersten Hauptspiegel (8,4 Meter
Durchmesser) bei Sonnenuntergang. Als Inset die "First-Light" Aufnahme
der Spiralgalaxie NGC891, welche in Kantenlage zu sehen ist.
Bild: LBT
|
|
"First Light" am Large Binocular Telescope
Das "Large Binocular Telescope" (LBT) hat sein erstes Licht am 12. Oktober
2005 gesehen. Dieses "erste Licht" ist ein wichtiger Meilenstein auf dem
Weg, das LBT für herausragende astrophysikalische Forschungen zu betreiben.
Das LBT wird eine Lichtsammelfläche haben, die größer sein wird als jedes
andere sich in Betrieb befindliche oder geplante Einzelteleskop. Aber noch
entscheidender ist die Tatsache, dass die spezielle Konfiguration als
Doppelteleskop die einzigartige Möglichkeit bietet, Aufnahmen im nahen
Infrarot mit einer Auflösung durchzuführen, die sogar das Hubble
Weltraumteleskop übertrifft.
|
(26. Oktober 2005)
Seitenanfang
Eine Scheibe von jungen blauen Sternen umgibt das zentrale schwarze
Loch in der Andromeda Galxie (M 31).
Bild: ESA
|
|
Mit dem Weltraumteleskop Hubble wurde eine rätselhafte Scheibe
blauer Sterne um das zentrale schwarze Loch in M31 gefunden.
Ein internationales Astronomenteam hat mit Beobachtungen des
Weltraumteleskops Hubble die Existenz zweier ineinander verschachtelter
Scheiben von Sternen in der unmittelbaren Umgebung eines schwarzen Lochs im
Zentrum der Andromeda Galaxie nachgewiesen.
|
(20. September 2005)
Seitenanfang
XMM Röntgenbild des verschmelzenden Galaxienhaufens
RXCJ0658.5-5556. Ein Teil des Haufens (dunkelblau) bewegt sich mit
"Überschallgeschwindigkeit" durch das Gas im Haufen und bildet
einen Machkegel. In Bewegungsrichtung wird das Gas komprimiert und
aufgeheizt (roter Pfeil).
Bild: ESA
|
|
Untersuchung der Entstehung von Galaxienhaufen
mittels des Satelliten XMM-Newton
Ein internationales Team von Astronomen, hauptsächlich aus dem MPE,
hat den ersten direkten Beweis für die Schock-Aufheizung des Gases in
verschmelzenden Galaxienhaufen gefunden.
|
(6. September 2005)
Seitenanfang
Der neu entdeckte massive Galaxienhaufen in einer Entfernung
von 9 Milliarden Lichtjahren (Rotverschiebung z = 1.4). Die Aufnahme
im optischen Bereich (ESO Aufnahme; farbigePunkte) wird hier abwechselnd
von der mit XMM gemessenen Röntgenemission (orange, diffus)
überlagert.
Bild: C.R. Mullis
|
|
Ein internationales Astronomenteam mit Mitgliedern des MPE, hat
einen überraschenden
Markstein im frühen Universum
entdeckt.
|
(2. März 2005)
Seitenanfang
Künstlerische Darstellung des relativistischen Materiestroms um ein
schnell rotierendes Schwarzes Loch im Zentrum einer Akkretionsscheibe.
Bild: MPE
|
|
Schwarze Löcher in der Radarfalle
Forscher messen mit dem Röntgensatelliten XMM-Newton in der
Umgebung der Massemonster relativistische Geschwindigkeiten
|
(23. Februar 2005)
zum Seitenanfang
Magnetar mit extrem starken Magnetfeld.
Solch ein Objekt wird als Ort
des Gammastrahlenausbruchs vermutet.
Bild: R. Mallozzi/NASA
|
|
Astrophysiker am MPE
messen den
bisher stärksten
jemals beobachteten
Strahlenausbruch eines Magnetars
|
(18. Februar 2005)
zum Seitenanfang
Prof. Dr. Günther Hasinger
Leibniz-Preisträger
|
|
Günther Hasinger
Direktor am MPE
hat den mit 1,55 Mio. EUR dotierten
Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis 2005
erhalten.
Herzlichen Glückwunsch!
|
(3. Dezember 2004)
zum Seitenanfang
Projizierte Gasdruck-Karte von Abell 754.
(Bild: Alexis Finoguenov, MPE)
|
|
Eine internationale Gruppe von Forschern, zu denen auch Wissenschaftler des
MPE gehören, hat die
energiereichste Verschmelzung von Galaxien
gefunden, die bisher beobachtet wurde.
|
(28. September 2004)
zum Seitenanfang
Dreidimensionale Verteilung der Galaxienhaufen, die mit Hilfe des
ROSAT Himmelsatlas identifiziert wurden. Zu sehen sind Galaxienhaufen
nördlich und südlich des abschattenden Bandes der
Milchstrasse.
(Bild: MPE)
|
|
Ein internationales Team von Astronomen, unter der Leitung von H.
Böhringer vom MPE hat die
erste weiträumige Vermessung des "Rückgrats" unseres
Universums
durchgeführt.
Das Projekt trägt den Namen REFLEX (Rosat-ESO-Flux-Limited X-ray
Cluster Survey).
|
(24. Mai 2004)
zum Seitenanfang
INTEGRAL Karte des zentralen Bereichs der Galaxis
(±35° galaktische Breite;
±50° galaktische Länge). Es sind
viele Quellen weicher Gammastrahlung zu sehen, von denen man nun
annimmt, daß sie fast die gesamte Strahlung der Milchstraße
in diesem Spektralbereich liefern.
(Bild: ESA)
|
|
Ein Team europäischer Astronomen, unter denen auch Mitarbeiter des MPE
sind, hat durch Beobachtungen mit dem Gammastrahlensatelliten INTEGRAL
herausgefunden,
"kompakte Quellen sind der Ursprung der weichen Gammastrahlung der
Milchstraße".
|
(18. März 2004)
zum Seitenanfang
Ein Stern wird im Gravitationsfeld eines massiven Schwarzen Lochs
zerrissen. Ein Teil der Sternmaterie stürzt dann in das Schwarze
Loch und verursacht einen Helligkeitsausbruch der abklingt, wenn immer
mehr Materie verschwindet.
(Bild: NASA/CXC/M.Weiss)
|
|
Durch eine Kombination von Daten der Satelliten Chandra, XMM-Newton und dem
Hubble Space Telescope sowie älterer Daten des Satelliten ROSAT ist es
einer internationalen Gruppe von Astronomen um Stefanie Komossa vom MPE
gelungen, den
ersten zwingenden Nachweis für das Zerreißen eines Sterns
durch ein riesiges Schwarzes Loch im Zentrum einer Galaxie zu finden.
Dieser Vorgang wurde schon lange von Theoretikern vorhergesagt.
|
(18. Februar 2004)
zum Seitenanfang
GRBs entstehen in engbegrenzten Strahlungsbündeln die beim
Kollaps eines massiven Sterns entstehen. Die Breite des Strahls kann
im optischen/infraroten über die gemessene Polarisation bestimmt
werden.
|
|
Eine Gruppe von Wissenschaftlern
unter Leitung von J. Greiner am MPE
hat
nachgewiesen,
dass
Gammastrahlen-Ausbrüche
durch die Jet-Emission einer Supernova entstehen.
|
(24. November 2003)
zum Seitenanfang
Lichtkurve des Flares der im infraroten Wellenlängenbereich
von SgrA* beobachtet wurde. Quasi-Oszillationen sind deutlich
erkennbar.
Diese Schwingungen ermöglichen die Bestimmung der Rotation des
Schwarzen Lochs.
|
|
Eine Gruppe von Wissenschaftlern
unter Leitung des MPI für extraterrestrische Physik
haben
veränderliche Infrarotstrahlung
direkt vom
supermassiven schwarzen Loch im Zentrum der Galaxis
gemessen.
|
(30. Oktober 2003)
zum Seitenanfang

Internationale Balzan-Stiftung
|
Reinhard Genzel, Direktor am MPE, wurde der
Balzan Preis 2003
für seine "grundlegenden Beiträge zur Infrarot-Astronomie"
verliehen.
Der Preis ist mit 1 Million Schweizer Franken dotiert.
(12. September 2003)
|
zum Seitenanfang
zum Seitenanfang
|
|
Ein
neuer Atlas des Röntgenhimmels
"1XMM"
aus Daten des Röntgensatelliten XMM-Newton,
wurde unter Mitarbeit des MPE erstellt
und jetzt im Namen der ESA veröffentlicht.
(10. April 2003)
|
zum Seitenanfang
|
|
MPE Wissenschaftler entdecken mit dem Chandra Satelliten
zwei super-massereiche Schwarze Löcher in einer
Galaxie.
(19. November 2002)
|
zum Seitenanfang
zum Seitenanfang
zum Seitenanfang
zum Seitenanfang
First Light für CONICA mit adaptiver Optik am VLT
Die ersten Aufnahmen der unter Mitwirkung des MPE gebauten
Infrarotkamera CONICA erreichen am VLT eine Auflösung wie das Hubble
Weltraumteleskop.
ESO Pressemitteilung (in englisch)
CONICA am MPE
(7. Dezember 2001)
|
zum Seitenanfang
zum Seitenanfang
|
|