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Aktuelle Neuigkeiten
MPE Meilenstein und
MPE Pressemitteilung:

Reinhard Genzel
Bild: MPE
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Crafoord-Preis in Astronomie geht 2012 an Reinhard Genzel
Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften gab heute bekannt, dass der
Crafoord-Preis in Astronomie 2012 gemeinsam an Reinhard Genzel vom Max-Planck-Institut
für extraterrestrische Physik, Garching, und Andrea Ghez von der University of California,
Los Angeles, USA, verliehen wird "für ihre Beobachtungen der Sterne, die das galaktische
Zentrum umkreisen und damit auf ein massereiches Schwarzes Loch hinweisen".
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(19. Januar 2012)
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Linda Tacconi
Bild: MPE
Originalveröffentlichung:
Tacconi L. J., et al.
2010, Nature 463, p781
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Linda Tacconi mit Lancelot Berkeley Preis ausgezeichnet
Diese Woche erhält Linda Tacconi den "Lancelot M. Berkeley"-Preis der New Yorker
gemeinschaftlichen Treuhandstiftung für verdienstvolle Arbeit in der Astronomie. Der
Preis wird während der Winter-Jahresversammlung der amerikanischen astronomischen
Gesellschaft in Austin, Texas, verliehen. In ihrem Preisvortrag wird die MPE-Wissenschaftlerin
erklären, wie leistungsfähige Millimeter-Teleskope inzwischen auch ferne, massereiche Galaxien
sondieren können. Dabei zeigt sich, dass sie viel molekulares Gas enthalten und deshalb viel
schneller neue Sterne bilden können als heutige Galaxien.
Linda Tacconi arbeitet am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik als
Wissenschaftlerin mit Millimeter- und Submillimeter-Interferometrie und hochauflösender
bildgebender Infrarotspektroskopie um mehr über Galaxien zu erfahren, die Schwarzen
Löcher in ihren Zentren zu erforschen und die Sternentstehung zu untersuchen. Nach
ihrer Doktorarbeit an der Universität von Massachusetts in Amherst, USA, arbeitete
Linda Tacconi zunächst bei der niederländischen Stiftung für astronomische Forschung
in Dwingeloo, bevor sie 1991 ans MPE kam. Sie war bzw. ist Vorsitzende verschiedener
internationaler Komitees mit dem Ziel, die wissenschaftliche Ausbeute von Teleskopen
wie ALMA, IRAM oder dem VLT zu maximieren.
Der "Lancelot M. Berkeley"-Preis der New Yorker gemeinschaftlichen Treuhandstiftung wurde
2010 eingerichtet und wird nun jährlich für verdienstvolle Arbeiten verliehen, die im Jahr
zuvor in einem referierten Journal veröffentlich wurden, und die astronomische Forschung
vorantreiben. Dabei gibt es keine Einschränkungen bezüglich der Nationalität oder dem
Wohnsitz des Preisträgers. 2010 wurde der Preis gemeinsam an William J. Borucki und
David G. Koch vom Ames-Forschungszentrum der NASA verliehen.
Der Preis wird 2012 an Linda Tacconi verliehen, "in Anerkennung ihrer Beiträge zum
Forschungsfeld, und insbesondere für den kürzlich veröffentlichen Artikel über
'Hoher Anteil an molekularem Gas in normalen, massereichen, Galaxien mit Sternentstehung
im jungen Universum'."
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(10. Januar 2012)
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MPE Meilenstein und
MPE Pressemitteilung:

Diese Simulation zeigt die Gaswolke auf ihrer Bahn um das galaktische Zentrum. Aufgrund der enormen
Gravitation des Schwarzen Lochs wird die Wolke bereits jetzt entlang ihrer Bewegungsrichtung
auseinander gezogen; in etwa zwei Jahren wird sie durch Gezeitenkräfte und Turbulenzen komplett
zerrissen werden.
Bild: MPE
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Schwarzes Loch zerreißt Gaswolke
In den nächsten Jahren können Astronomen direkt beobachten, wie das supermassereiche
Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße gefüttert wird: Wissenschaftler vom
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik haben eine Gaswolke entdeckt, die
in Richtung des Schwarzen Lochs im galaktischen Zentrum fällt. Die Forscher sehen
bereits wie die Gaswolke durch die extreme Anziehungskraft des Schwarzen Lochs in
die Länge gezogen wird; in den nächsten zwei Jahren wird die Gaswolke komplett
zerrissen und schließlich vom Schwarzen Loch geschluckt werden, wodurch sich die
Röntgenstrahlung stark erhöhen dürfte. Dies wird in einem Artikel in Nature
beschrieben, der am 14. Dezember 2011 online veröffentlicht wird.
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(14. Dezember 2011)
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Collage aus NACO-Bildern.
Bild: ESO
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Scharfe Augen für das VLT - NACO beobachtet seit zehn Jahren
Vor einem Jahrzehnt, am 25. November 2001, wurde das erste System mit adaptiver Optik am
Very Large Telescope (VLT) der ESO installiert. Seitdem gehört die adaptive Optik zur
Routine und erlaubt es den Astronomen am MPE und anderen Instituten mit scharfen Augen
in den Himmel zu blicken und viele wichtige astronomische Entdeckungen zu machen.
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(25. November 2011)
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Kleinplanet 2005 YU55
Bild: MPE / ESAC
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Herschel trifft Kleinplanet - Eine Begegnung der schnellen Art
So nah, so schnell und so klein war bisher noch kein Objekt, das von Herschel beobachtet wurde.
Und eigentlich sind solche Beobachtungen aus technischer Sicht auch gar nicht möglich, da der
Kleinplanet 2005 YU55 sich mit einer viel zu großen Geschwindigkeit am Himmel bewegt und Herschel
nicht darauf ausgelegt ist, ihm zu folgen. Durch einen einfachen Trick gelang es
Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und am European Space
Astronomy Centre in Spanien nun dennoch ein
spektakulärer Blick auf diesen Kleinplaneten, kurz nachdem dieser die Mondbahn gekreuzt
hatte. Mit diesen Beobachtungen konnten die Astronomen einige physikalische und thermische
Kenngrößen ermitteln. So stellte sich unter anderem heraus, dass 2005 YU55 kleiner ist,
als bisher angenommen, und wahrscheinlich nur aus einer losen Ansammlung von Geröll besteht.
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(16. November 2011)
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MPE Meilenstein

ROSAT
Bild: Dornier System, heute EADS
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ROSAT - das Ende eines außergewöhnlichen Satelliten
(1.Juni 1990 - 23. Oktober 2011)
Am frühen Morgen des 23.Oktober 2011, gegen 4 Uhr MESZ, stürzte der Forschungssatellit ROSAT
aus seiner Umlaufbahn auf die Erde zurück und versank spurlos in den Weiten des
Indischen Ozeans. Damit fand eine der erfolgreichsten Satellitenmissionen der Röntgenastronomie
ihr endgültiges Ende. Das Röntgenobservatorium ROSAT entdeckte im Laufe seiner acht Jahre dauernden,
aktiven Beobachtungszeit über 150 000 größtenteils unbekannte Röntgenquellen, etwa 4000
Wissenschaftlern aus 24 Ländern nutzten seine Daten für über 4600 Artikel in referierten
Fachzeitschriften, die mehr als 140 000 Mal zitiert wurden.
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(14. November 2011)
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Diese künstlerische Darstellung zeigt zwei Galaxien im frühen Universum. Die helle
Explosion auf der linken Seite ist ein Gammastrahlenausbruch. Das Licht des GRB durchläuft
auf seinem Weg zur Erde beide Galaxien.
Bild: ESO/L. Calçada
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Beobachtungen einer weit entfernten, gewaltigen Explosion zeigen überraschende Bestandteile
früher Galaxien
Ein internationales Astronomenteam unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für
extraterrestrische Physik benutzte das kurze aber helle Aufleuchten eines weit entfernten
Gammastrahlenausbruchs (GRB vom englischen Gamma-Ray Burst) um den Aufbau entfernter Galaxien
zu untersuchen. Überraschenderweise zeigten die Beobachtungen, dass zwei Galaxien im jungen
Universum mehr schwere Elemente enthalten als die Sonne. Die beiden Galaxien könnten gerade
miteinander verschmelzen. Derartige Vorgänge im jungen Universum dürften zur Entstehung von
vielen neuen Sternen führen und könnten Gammastrahlenausbrüche auslösen.
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(2. November 2011)
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MPE Pressemitteilung:

Die erste eROSITA-Konferenz brachte mehr als 150 Wissenschaftler zusammen.
Bild: MPE
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Abkommen zu eROSITA-Daten -
Deutsche Wissenschaftler auf der Jagd nach der dunklen Energie
Die deutschen und russischen Partner des neuen eROSITA-Weltraumobservatoriums haben sich
darauf geeinigt, wie die Daten der vier Jahre dauernden Himmelsdurchmusterung aufgeteilt
werden. Diese Entscheidung wurde heute während der ersten eROSITA-Konferenz in
Garmisch-Partenkirchen bekannt gegeben. Damit können deutsche Astronomen die erste
vollständige Himmelsdurchmusterung im Röntgenbereich seit der ROSAT-Durchmusterung vor
etwa 20 Jahren nutzen. Die Konferenz wird von über 150 Astronomen aus vielen Ländern und
mit unterschiedlichen Schwerpunkten besucht, was eindrucksvoll das breite Interesse der
internationalen Astronomen-Gemeinschaft an diesem neuen Observatorium unter Beweis stellt,
das 2013 gestartet werden soll.
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(19. Oktober 2011)
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MPE Pressemitteilung:
ESA wählt EUCLID-Weltraummission für ”Cosmic Vision“-Programm aus
Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching ist zusammen mit der Sternwarte der Ludwig-Maximilians-Universität München ein wichtiger Partner bei der EUCLID-Weltraummission, die heute von der europäischen Weltraumagentur ESA für das ”Cosmic Vision“-Programm ausgewählt wurde. Die Hauptaufgabe von EUCLID wird es sein, die beschleunigte Ausdehnung des Universums zu vermessen. Der Start der Mission wird für Ende 2019 erwartet.
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Die EUCLID-Weltraummission wird die beschleunigte Expansion des Universums
untersuchen.
Bild: MPE
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(04. Oktober 2011)
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Meilensteine für zwei Veröffentlichungen aus der Hochenergiegruppe
Seit Mitte September wurden zwei Artikel, geschrieben von Autoren der Hochenergiegruppe am
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, jeweils mehr als 1000 Mal in anderen
Veröffentlichungen zitiert: Der ROSAT-Quellkatalog und die Beschreibung der Instrumente in
der Fokalebene der drei Röntgenteleskope an Bord des XMM-Newton-Weltraumobservatoriums.
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Verteilung der 18 811 hellsten Objekte aus der ROSAT-Himmelsdurchmusterung
Bild: MPE
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Die 6 cm x 6 cm große pn-CCD, das Herzstück der EPIC/XMM-Kamera.
Bild: MPE
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(20. September 2011)
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Reimar Lüst ist erster Ehrendoktor Jacobs University Bremen
Bild: Jacobs University
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Ehrendoktorwürde für Reimar Lüst
Der Gründervater und langjährige Direktor des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische
Physik Reimar Lüst wird am 17. September eine besondere Auszeichnung erhalten: Anlässlich
ihres 10-jährigen Jubiläums verleiht die Jacobs University Bremen ihre erste Ehrendoktorwürde
an den Astrophysiker. Reimar Lüst wird damit für sein herausragendes Lebenswerk in der
Weltraumforschung und als Wissenschaftsmanager geehrt.
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(1. September 2011)
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I. Papamastorakis, der ehemalige Leiter der Skinakas-Sternwarte, und der frühere MPE-Direktor
Gerhard Haerendel, der auch eine Zeitlang Co-Direktor der Sternwarte war, bei der 25-Jahr-Feier.
Bild: cretalive.gr
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Skinakas Sternwarte feiert 25jähriges Bestehen
Schon seit 25 Jahren gibt es die Skinakas-Sternwarte auf Kreta und dies wurde Ende Mai mit einem
Festakt auf einem Gipfel des Idagebirges gefeiert. Gegründet 1986 von der Universität Kreta, der
Stiftung für Forschung und Technologie Hellas (FORTH) und dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik wird es sowohl zur Ausbildung von Studenten als auch für die astronomische Grundlagenforschung
eingesetzt. Heute umfasst die Skinakas-Sternwarte drei Teleskope, ein 1,3m Ritchey-Chrétien-Teleskop,
ein 0,6m- und ein 0,3m-Teleskop. Das 0,6m-Teleskop ist für ferngesteuerte Beobachtungen ausgelegt und
wird gemeinsam von der Universität Kreta und der Universität Tübingen betrieben.
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(26. Juli 2011)
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MPE Meilenstein und
MPE Pressemitteilung:

Prof. Gregor Morfill (Bildquelle: MPE)
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James-Maxwell-Preis für Gregor Morfill
Die amerikanische physikalische Gesellschaft APS verleiht den James-Clerk-Maxwell-Preis in Plasmaphysik dieses Jahr an Professor Gregor Morfill, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik. Er wird damit für seine bahnbrechenden und grundlegenden Arbeiten zu staubigen Plasmen ausgezeichnet. Der Preis wird bei der Jahresversammlung der Plasmasparte der APS in Salt Lake City im November 2011 überreicht.
Der Preis wurde 1975 zur Ehre des schottischen Physikers James Clerk Maxwell eingeführt und wird seitdem von der APS jährlich für herausragende Beiträge zur Plasmaphysik verliehen. Gregor Morfill ist der erste Deutsche, dem diese Auszeichnung zu Teil wird. In der offiziellen Begründung werden folgende Arbeiten Morfills besonders herausgehoben: die Entdeckung von Plasmakristallen, die Erklärung für die komplizierte Struktur der Saturnringe und die Experimente mit staubigen Plasmen unter Mikroschwerkraftbedingungen zuerst auf Parabelflügen und dann auf der internationalen Raumstation ISS.
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(19. Juli 2011)
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MPE Meilenstein und
MPE Pressemitteilung:

Prof. Dr. Reinhard Genzel, der Preisträger der Karl-Schwarzschild-Medaille der Astronomischen Gesellschaft 2011 (Bildquelle: MPE)
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Reinhard Genzel erhält Karl-Schwarzschild-Medaille 2011
Die höchste Auszeichnung für astronomische Forschung in Deutschland, die Karl- Schwarzschild-Medaille der Astronomischen Gesellschaft (AG), erhält in diesem Jahr der Garchinger Astrophysiker Reinhard Genzel. Mit dem Direktor des Max-Planck- Instituts für Extraterrestrische Physik zeichnet die AG einen Forscher aus, dem eine Entdeckung von erheblicher Tragweite gelungen ist. Genzel und sein Team konnten nachweisen, dass sich im Zentrum unseres Milchstraßensystems ein massereiches Schwarzes Loch befindet. Das Schwarze Loch im Galaktischen Zentrum stellt den besten empirischen Beweis dar, dass die von der Einstein'schen Allgemeinen Relativitätstheorie postulierten Objekte wirklich existieren.
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Der Stern S2 umkreist das Zentrum des Milchstraße in weniger als 20 Jahren und kommt dem zentralen Objekt dabei sehr nahe. Die einzige Erklärung dafür ist ein Schwarzes Loch mit 4,3 Millionen Sonnenmassen (Bildquelle: MPE)
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(13. Juli 2011)
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Eine Handhabe gegen Ehec-Bakterien: Mit diesem Gerät könnten Verbraucher Lebensmittel in der
heimischen Küche von gefährlichen Bakterien wie dem Ehec-Erreger befreien.
Bild: Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
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Kaltes Plasma beseitigt Ehec-Bakterien
In ersten Experimenten reduzieren Prototypen alltagstauglicher Geräte die Zahl der gefährlichen
Erreger drastisch
Die nächste Welle von Infektionen mit Ehec-Bakterien lässt sich möglicherweise verhindern.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching und des
Münchener Klinikums Schwabing haben verschiedene Ehec-Bakterienstämme wirkungsvoll mit kaltem
Plasma abgetötet. Kaltes Plasma besteht aus einem Gas, das bei moderater Temperatur stark ionisiert
wird. Es erwies sich nun auch als wirkungsvolles Mittel gegen die Erreger des Stamms O104:H4,
der den aktuellen Ausbruch mit tausenden schweren Krankheitsverläufen ausgelöst hat. Für ihre
Experimente benutzten die Forscher Prototypen von Geräten, die sich für den kostengünstigen
Einsatz in Lebensmittelbetrieben und in privaten Haushalten eignen könnten.
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(20. Juni 2011)
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Karte einer der Statistiken, die eingesetzt wird um nach nicht-Gaussianitäten in den
WMAP-Daten zu suchen.
Copyright: C. Räth/MPE
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Kosmischer Mikrowellenhintergrund kein Gauss'sches Zufallsfeld?
Seit der eher zufälligen Entdeckung der Kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung
(oder kurz CMB) vor fast 50 Jahren, wird dieses gleichförmige Nachleuchten des Urknalls
immer genauer untersucht. In den letzten 10 Jahren hat das WMAP-Weltraumobservatorium
(Wilkinson-Microwave Anisotropy Probe) den CMB mit genügender Genauigkeit vermessen, so
dass Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik sowie anderen
Instituten nach nicht-Gauss'schen Eigenschaften in der Strahlung suchen konnten. Neueste
Ergebnisse deuten nun darauf hin, dass die Temperaturschwankungen, die man im CMB sehen kann,
kein reines Gauss'sches Zufallsfeld sind, sondern dass es auf großen Skalen Korrelationen gibt.
Dies könnte interessante Auswirkungen auf Inflationstheorien des sehr frühen Universums haben.
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(15. Juni 2011)
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M 17
Bild: ESO/INAF-VST/OmegaCAM
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Erste Bilder vom VLT Survey Telescope
- VST und seine 268-Megapixel Kamera OmegaCAM nehmen den Betrieb auf -
Das VLT Survey Telescope (VST), das kürzlich am Paranal Observatorium der ESO installiert wurde,
liefert nun die ersten, beeindruckenden Bilder des Südhimmels. Das VST ist ein hochmodernes
2,6-Meter Teleskop mit der riesigen 268-Megapixel-Kamera OmegaCAM, die darauf ausgerichtet ist,
den Himmel schnell und gleichzeitig mit hoher Bildqualität abzutasten. Die Universitäts-Sternwarte
München und das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik waren massgeblich an der Entwicklung
dieser Kamera beteiligt und sind Partner in einem der drei ambitionierten Hauptbeobachtungprojekte.
Die neuen Bilder des Omega-Nebels, des Omega Centauri Sternhaufens und des Leo-Tripletts, einer
kleinen Galaxiengruppe, zeigen eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit des VST.
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(8. Juni 2011)
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GRB 090429B
Bild: Gemini Observatory / AURA / Levan, Tanvir, Cucchiara
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Kosmische Explosion als neuer Anwärter für das am weitesten entfernte Objekt im Universum
Ein Gammastrahlenausbruch, im April 2009 vom Swift-Weltraumobservatorium der NASA beobachtet,
wurde jetzt als vielversprechender Kandidat für das am weitesten entfernte Objekt im Universum
vorgestellt. Mit einer Entfernung von wahrscheinlich 13,14 Milliarden Lichtjahren stammt diese
Strahlung von einem Objekt weit jenseits aller bekannten Quasare - vielleicht sogar jenseits
der am weitesten entfernten Galaxien oder Gammastrahlenausbrüche, die je gemessen wurden.
Mehrere Ergebnisse, die auf die rekordverdächtige Entfernung dieses Objekts hindeuten, wurden
jetzt von einem internationalen Astronomenteam, das auch Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut
für extraterrestrische Physik (MPE) umfasst, vorgestellt. Der Artikel über GRB 090429B
(benannt nach dem Datum seiner Entdeckung, 29. April 2009) wird in Kürze in dem renommierten
Astrophysical Journal veröffentlicht werden.
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(26. Mai 2011)
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Zündung eines kalten Plasmas
Bild: MPE
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Erfindung zur Behandlung von chronischen Wunden erhält Forschungspreis
Am 10. Mai 2011 hat ein Forscherteam vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
und dem Klinikum Schwabing den Forschungspreis 2010 der Stiftung "Fondation URGO" für seine
Plasma-Technologie erhalten. Mit Hilfe der Erfindung ist es möglich Bakterien auf chronisch
infizierten Wunden abzutöten und so die Wundheilung zu unterstützen.
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(12. Mai 2011)
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MPE Meilenstein und
MPE Pressemitteilung:

Diese Illustration zeigt eine sehr leuchtstarke Infrarot-Galaxie (ULIRG) mit massereichen Winden aus
molekularem Gas.
Bild: ESA/AOES Medialab
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Auf frischer Tat ertappt:
Herschel entdeckt gigantische Stürme, die ganze Galaxien leerfegen
Mit dem PACS-Instrument an Bord des Herschel-Weltraumobservatoriums haben Astronomen am Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik riesige Sturmwolken aus molekularem Gas nachgewiesen, die in den Zentren vieler Galaxien
toben - mit Windgeschwindigkeiten von teilweise mehr als 1000 Kilometern pro Sekunde, also viele
tausendmal höher als bei Wirbelstürmen auf der Erde. Die Beobachtungen zeigen, dass Galaxien mit
den aktivsten Kernen die stärksten Winde haben, die den gesamten Gasnachschub einer Galaxie wegblasen
können und so sowohl der weiteren Sternentstehung als auch dem Anwachsen des Schwarzen Lochs im
Zentrum einen Riegel vorschieben. Dieses Ergebnis ist der erste systematische Nachweis der Bedeutung
galaktischer Winde für die Entwicklung von Galaxien.
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(9. Mai 2011)
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Savaglio mit Piero Muscari, dem Gastgeber der Preisverleihung.
Copyright: Piero Muscari Comunicazione
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Savaglio erhält Auszeichnung "Made in Calabria"
Die Organisation "Made in Calabria" verlieh der MPE-Wissenschaftlerin Sandra Savaglio im Februar
2011 den Preis internationalen Preis in der Kategorie "Welt", der im Rahmen der feierlichen
"Gran Gala delle eccelenze calabresi" verliehen wurde. Diese feierliche Veranstaltung fand in
Rom im Beisein des Bürgermeisters von Rom statt. Mit diesem Preis würdigt die Organisation
berühmte Personen aus Kalabrien, die in Kalabrien, in Rom, in Italien oder weltweit eine
führende Rolle in der Gesellschaft spielen. Dies ist bereits die zweite internationale
Auszeichnung für Savaglio innerhalb weniger Monate.
Mit der Auszeichnung "Made in Calabria" werden jedes Jahr Persönlichkeiten mit sozialem Engagement,
aus Kultur, Unterhaltung, Journalismus, Unternehmen, Institutionen oder Sportler geehrt, um damit
ihre Rolle als Botschafter der Region und ihrer Werte wertzuschätzen und insbesondere auch der
jüngeren Generation Vorbilder aufzuzeigen. Neben Savaglio, die den Preis in der Kategorie "Welt"
für ihre international erfolgreiche Arbeit in der Astrophysik erhalten hat, wurden dieses Jahr
auch Giuseppe Mussari, der Präsident der italienischen Bankenassoziation, der Regisseur Pier
Francesco Pingitore sowie der Sänger und Songwriter Peppe Voltarelli ausgezeichnet.
Dr. Sandra Savaglio
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(19. April 2011)
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Dr. Mierk Schwabe

Wie in einer echten Flüssigkeit können die Mikrometer großen Teilchen in einem komplexen Plasma
Tropfen ausbilden.
Bild: M. Schwabe
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Mierk Schwabe erhält Promotionspreis der Europäischen Physikalischen Gesellschaft
Die Plasmaphysik-Sparte der Europäischen Physikalischen Gesellschaft EPS verleiht ihren
diesjährigen Promotionspreis an Mierk Schwabe sowie zwei weitere Physiker. Mit diesem Preis
werden außergewöhnliche Arbeiten junger Forscher im Bereich der Plasmaphysik honoriert; die
MPE-Wissenschaftlerin Schwabe erhält die Auszeichnung für ihre Doktorarbeit über Komplexe Plasmen.
Die Preisverleihung wird im Rahmen der jährlichen EPS-Tagung zur Plasmaphysik im Juni 2011
in Straßburg stattfinden. Neben einer dreijährigen Mitgliedschaft in der Europäischen Physikalischen
Gesellschaft erhält Schwabe die Möglichkeit, ihre Doktorarbeit in einem Vortrag während der
EPS-Konferenz vorzustellen.
Während ihrer Promotion beschäftigte sich Dr. Schwabe mit Komplexen Plasmen - damit werden ionisierte
Gase bezeichnet, in denen sich kleine, einige Mikrometer große Kügelchen befinden. Sie untersuchte
dabei Effekte, die auch in normalen Flüssigkeiten auftreten, wie beispielweise die Ausbreitung von
Wellen oder die Bildung von Tropfen und Blasen. In den von ihr untersuchten Komplexen Plasmen zeigte
sie, dass sich auch bereits wenige tausend Teilchen wie eine Flüssigkeit verhalten können. In
herkömmlichen Flüssigkeiten mit winzigen Molekülen würde dies einer Größenordnung von nur einigen
Nanometern entspricht. Das Studium der Vorgänge in Komplexen Plasmen ist damit ein wichtiger
Schritt um Nanoflüssigkeiten besser zu verstehen.
Plasmakristall Projekt am MPE
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(24. März 2011)
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Bild des Galaxienhaufens CL J1449+0856 zusammengesetzt aus Nahinfrarot- und Röntgendaten
Bild: ESA/ESO/Subaru/R. Gobat et al.
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Ein alter Haufen im jungen Universum
Mit einer ganzen Armada von Teleskopen auf dem Erdboden und im Weltall, unter anderem dem
VLT und XMM-Newton, haben Astronomen den am weitesten entfernten bislang bekannten "erwachsenen"
Galaxienhaufen entdeckt. Das Licht, das sie dafür aufgefangen haben, stammt aus einer Zeit,
als das Universum weniger als ein Viertel so alt war wie jetzt. Im Gegensatz zu anderen Strukturen
im jungen Universum, ist dieser Haufen bereits "gereift", wie man an der diffusen Röntgenemission
und den entwickelten Galaxien sehen kann.
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(15. März 2011)
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Bild: ESA/Herschel/ PACS/SPIRE/J.Fritz(U.Gent) / XMM-Newton/EPIC/W.Pietsch(MPE)
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Ein etwas anderer Blick auf Andromeda
Die große, wunderschöne Andromeda-Galaxie, alias M31, ist eine Spiralgalaxie und nur
2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Für dieses beeindruckende Bild, das von der NASA als
Astronomiebild des Tages (APOD) ausgewählt wurde, wurden die Daten zweier Weltraumobservatorien
zusammengefügt, die bei Wellenlängen außerhalb des sichtbaren Lichts beobachten. Diese
außergewöhnliche Ansicht zeigt, wo sich ehemalige und zukünftige Sterne in dieser Galaxie
befinden. Daten des Herschel Infrarot-Observatorium in rötlichen Farbtönen zeigen riesige,
durch Sterne erwärmte Staubbahnen in Andromedas Spiralarmen. Dieser Staub stellt zusammen
mit dem interstellaren Gas der Galaxie das Rohmaterial für weitere Sternentstehung dar.
Röntgendaten vom XMM-Newton-Observatorium zeigt in Blau Röntgen-Doppelsternsysteme. Diese
Systeme enthalten wahrscheinlich Neutronensterne oder Schwarze Löcher, die Endphasen in der
stellaren Entwicklung. Mit einem Durchmesser von mehr als 200.000 Lichtjahren ist die
Andromeda-Galaxie mehr als doppelt so groß wie unsere Milchstraße.
Das Herschel-Weltraumobservatorium wurde im Mai 2009 gestartet und liefert seit über einem
Jahr beeindruckende Bilder des Himmels im Infrarotbereich. Herschel trägt dazu drei
wissenschaftliche Instrumente an Bord. Neben dem Spektro- und Photometer SPIRE sind dies
das Infrarot-Spektrometer HIFI und das PACS-Instrument, das vom Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik (MPE) in Garching zusammen mit dem Max-Planck-Institut für Astronomie
(MPIA) in Heidelberg und weiteren Partnern aus sechs europäischen Ländern entwickelt und
gebaut wurde. PACS (Photodetector Array Camera and Spectrometer) führt abbildende Photometrie
und Spektroskopie mit nie zuvor erreichter Genauigkeit und Sensitivität im fernen
Infrarotbereich durch, zwischen 57 und 210 Mikrometern.
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(8. Februar 2011)
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Diese Aufnahmen DER Galaxie NGC2903 von Anfang November sind die ersten Beobachtungsdaten
von VIRUS-W.
Bild: M. Fabricius, MPE
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VIRUS-W beobachtet zum ersten Mal eine Spiralgalaxie
Das neue astronomische Beobachtungsinstrument VIRUS-W, gebaut in Zusammenarbeit zwischen dem
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und der Universitätssternwarte München,
beobachtete am 10. November zum ersten Mal am Harlan J. Smith Teleskop des McDonald Observatoriums
in Texas eine Spiralgalaxie, die etwa 30 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Diese
ersten Aufnahmen bestätigen eindrucksvoll, dass VIRUS-W die Bewegung der Sterne in benachbarten
Galaxien auf wenige Kilometer pro Sekunde genau bestimmen kann.
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(25. Januar 2011)
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MPE Pressemitteilung:

Messier 101 (NGC 5457) ist eine Galaxie mit einem kleinem Bulge und einem massereichen
Halo aber einem kleinen schwarzen Loch.
Bild: wikisky.org
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Kein Zusammenhang zwischen Dunkler Materie und massereichen Schwarzen Löchern in Galaxienkernen
Massereiche schwarze Löcher gibt es im Zentrum fast aller Galaxien, wobei die größten Galaxien -
die auch von den größten Halos aus Dunkler Materie umgeben sind -die schwersten schwarzen Löcher
beherbergen. Dies führte zu der Vermutung, dass es eine direkte Verbindung zwischen Dunkler Materie
und schwarzen Löchern geben und dass somit die Physik exotischer Materie das Wachstum eines
schwarzen Lochs bestimmen könnte. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik, der Universitätssternwarte München und der Texas-Universität in Austin haben nun eine
umfangreiche Studie an Galaxien durchgeführt um den Beweis zu erbringen, dass die Masse eines
schwarzen Lochs nicht direkt mit der Masse des Halos aus Dunkler Materie zusammenhängt. Die Masse
des schwarzen Lochs wird vielmehr durch die Entstehung des galaktischen Bulges bestimmt.
Diese Ergebnisse wurden am 20. Januar in der renommierten Zeitschrift Nature veröffentlicht.
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(20. Januar 2011)
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Zwei Kosmonauten beim Besuch einer Garchinger Grundschule
Bild: Michael Kretschmer, MPE
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Rund um den Plasmakristall - MPE heißt Kosmonauten und Physiker zum "PK-3 Plus"-Symposium willkommen
Mitte Dezember fanden sich mehr als 50 Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik (MPE) ein, um in einem zweitägigen Symposium über die Plasmakristallexperimente auf der
internationalen Raumstation ISS zu diskutieren. Das sehr interessante wissenschaftliche Programm
mit etwa 30 Vorträgen zu den verschiedensten physikalischen Phänomenen, die mit diesen Experimenten
im All und in Labor untersucht werden, wurde durch eine besondere Veranstaltung für Garchinger
Schüler ergänzt: zwei Kosmonauten besuchten sie am 16. Dezember.
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(14. Januar 2011)
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MPE Pressemitteilung:
Während Fermi sich über Ägypten befand, fing der GBM das Signal eines Teilchenstrahls auf,
der durch einen TGF in ein Gewitter unterhalb des sichtbaren Horizonts erzeugt wurde.
Bild: NASA/Goddard Space Flight Center
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Weltraumteleskop weist Antimaterie aus Gewittern nach
Normalerweise blicken Astronomen in die Tiefen des Alls, bei dem Ergebnis, das am Montag 10. Januar bei
einem Treffen der American Astronomical Society vorgestellt wurde, allerdings handelt sich um ein
Antimateriesignal von der Erde, das mit dem Fermi Gammastrahlen Weltraumteleskop der NASA nachgewiesen
wurde. Diese Antimaterieteilchen entstanden in energiegeladenen Prozessen über Gewitterwolken und führten
zu einem Gammastrahlenblitz, als sie auf dem Raumschiff auftrafen. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut
für extraterrestrische Physik waren für die Entwicklung der Detektoren und Stromversorgung des Fermi
Gamma-ray Burst Monitors (GBM), verantwortlich, mit dem der Nachweis dieser Teilchen gelang, und trugen
bei dieser Entdeckung sowohl zur Datenauswertung als auch zur Kalibration bei.
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(10. Januar 2011)
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Pan-Starrs 1 Teleskop auf Hawaii
Bild: Rob Ratkowski
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Erfolgreiche Asteroidenjagd im Klassenzimmer
Gemeinsam mit dem Pan-STARRS 1 Teleskop auf Hawaii, konzipiert als leistungsfähigster Asteroidenjäger
der Welt, haben Schüler in Deutschland und den USA acht Wochen lang nach Asteroiden gesucht - Felsbrocken
mit Durchmessern zwischen wenigen und einigen hundert Kilometern, die durch unser Sonnensystem fliegen. Jetzt,
nach Abschluss des Projekts haben die Schüler eine Reihe interessanter Beobachtungen vorzuweisen:
Bestätigungsbeobachtungen für vier "Near-Earth Objects" (die der Erde vergleichsweise nahe kommen) und
die Entdeckung von mehr als 170 Kandidatenobjekten, bei denen es sich um bislang unbekannte Asteroiden
handeln könnte.
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(5. Januar 2011)
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Bild: Der "La Calabria nel Mondo"-Preis wird Sandra Savaglio am 12. Oktober 2010 von Antonio
Catricalà überreicht, dem Präsidenten der unabhängigen Organisation AGCM.
Copyright: Andrea Cenni
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MPE-Wissenschaftlerin Sandra Savaglio mit dem "Kalabrien in der Welt"-Preis ausgezeichnet
Im Oktober erhielt
Sandra Savaglio,
Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik den internationalen "La Calabria nel Mondo"-Preis. Die italienische Organisation C3 International
("Centro Culturale Calabrese") würdige damit Savaglios internationale Ergebnisse in der Astrophysik.
Die feierliche Preisverleihung fand im "Campidoglio"-Rathaus in Rom statt.
Jedes Jahr zeichnet C3 International herausragende Persönlichkeiten aus Kalabrien aus, die erfolgreich
in Wissenschaft, Kultur, Sport und Journalismus arbeiten und Kalabrien und seine Werte auf der ganzen
Welt vertreten. Zu früheren Preisträgern zählen Renato Dulbecco, Nobelpreisträger
für Medizin 1975, Leon Panetta, Direktor der CIA, Santo Versace vom Modehaus Versace, und José Serra,
Präsidentschaftskandidat in Brasilien 2002.
Neben Savaglio erhielten dieses Jahr 14 weitere Personen die Auszeichnung. Unter den Anwesenden waren
auch die Schauspielerin Jo Champa, ein ehemaliges Model für Gianni Versace und Schauspielerin (zuletzt
im Film "Somewhere", der den Goldenen Löwen bei den Filmfestspielen von Venedig gewann), und der
Minister für kulturelles Erbe Sandro Bondi.
Nach einem Design des bekannten Künstlers Gerardo Sacco, zeigt der diesjährige Preis eine Szene aus
einem der ältesten Manuskripte der Evangelien. Der "Codex purpureus Rossanensis" aus dem 6. Jahrhundert
ist im Diözesanmuseum der kalabrischen Stadt Rossano ausgestellt.
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(21. Dezember 2010)
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Staub in der Umgebung eines Gammastrahlenausbruchs schwächt die Strahlung ab und verfärbt sie, bevor sie
den Beobachter erreicht.
Bild: MPE / J. Greiner
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Neues Licht auf dunkle Gammastrahlenausbrüche
Gammastrahlenausbrüche gehören zu den energiereichsten Phänomenen im Universum. Doch im sichtbaren
Licht betrachtet verursachen einige dieser gigantischen Explosionen nur ein erstaunlich schwaches
Glimmen. Nun haben Astronomen vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer
Institute herausgefunden, dass für diese so genannten "dunklen" Gammastrahlenausbrüche keine
exotischen Erklärungsansätze nötig sind: Im Rahmen der bisher umfangreichsten Studie solcher
Ereignisse, durchgeführt mit dem GROND-Instrument am MPG/ESO 2,2 Meter-Teleskop auf La Silla
in Chile, gelang es, die Lichtschwäche der dunklen Gammastrahlenausbrüche durch eine Kombination
verschiedener Faktoren zu erklären. Den größten Einfluss übt dabei Staub zwischen der Erde und
dem Explosionsort aus.
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(16. Dezember 2010)
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Häufigkeitsänderung von 26Al in einer Gruppe von Sternen.
Bilder:R. Voss..
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INTEGRAL enthüllt die turbulente Vergangenheit der Milchstraße in Sonnennähe
Mit neuen Gammastrahlen-Beobachtungen des INTEGRAL-Observatoriums der ESA erkannten Astronomen
vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer Institutionen, dass massereiche Sterne
noch vor wenigen Millionen Jahren unsere kosmische Nachbarschaft mit schweren Elementen anreicherten. Die
Wissenschaftler nutzten dabei den radioaktiven Zerfall eines Aluminiumisotops, das im letzten Abschnitt
der Sternentwicklung produziert wird, um das Alter der Sterne in der Scorpius-Centaurus Assoziation zu
bestimmen. Auch Sco-Cen genannt, ist dies die nächstgelegene Sternassoziation zur Sonne.
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(30. November 2010)
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Eine riesige Gammastrahlenstruktur wurde bei einer erneuten Analyse der Fermidaten bei Energien
von 1 bis 10 Milliarden Elektronvolt entdeckt.
Bild: NASA/DOE/Fermi LAT/D. Finkbeiner et al..
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Fermi-Teleskop findet riesige "Gamma-Blasen" in der Milchstraße
Wissenschaftler haben eine bisher unbekannte Struktur in der Milchstraße gefunden, als sie öffentlich
zugängliche Daten des "Large Area Telescope" (LAT) von Fermi bearbeiteten. Das LAT hat die höchste
Empfindlichkeit und die beste räumliche Auflösung von allen bisherigen Gammastrahlendetektoren; das
MPE ist an der wissenschaftlichen Auswertung der LAT-Daten beteiligt. Die nun neu entdeckte Struktur
erstreckt sich über 50.000 Lichtjahre und könnte der Überrest einer Eruption vom riesigen Schwarzen
Loch im Zentrum unserer Galaxis sein. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung zu diesen Ergebnissen
erscheint in Kürze im Astrophysical Journal.
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(18. November 2010)
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Netzwerke aufbauen wird bei der DPT groß geschrieben
Bild: MPE / Monika Vongehr
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Physikerinnentagung in Garching
Die diesjährige Deutsche Physikerinnentagung DPT2010 in München wurde in Garching eröffnet:
Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik lud die Tagungsteilnehmerinnen und
Schülerinnen zusammen mit der Technischen Universität München, den Max-Planck-Instituten
für Astrophysik, Plasmaphysik und Quantenoptik zu Laborführungen am 4. 11. auf dem Campus
ein. Anschließend fand die offizielle Eröffnung der Tagung mit einem öffentlichen Vortrag am MPE statt.
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(9. November 2010)
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MPE Meilenstein:
Yasuo Tanaka
Bild: MPE (D. Grupe)
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Tanaka als "Person kultureller Verdienste" ausgezeichnet
Eine sehr hohe japanische Auszeichnung geht dieses Jahr an Dr. Yasuo Tanaka, wissenschaftliches
Mitglied am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, sowie 16 weitere ausgewählte
Personen. Der Astrophysiker ist nicht nur ein angesehenes Mitglied der internationalen
Wissenschaftlergemeinde, er fördert auch aktiv den wissenschaftlichen Austausch zwischen
Japan und anderen Ländern.
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(2. November 2010)
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Bild: NASA, ESA, G. Illingworth (UCO/Lick Observatory and University of California, Santa Cruz) und das HUDF09 Team
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SINFONI bestätigt Entfernungsrekord für Galaxie
Mithilfe des SINFONI-Spektrographen am Very Large Telescope (VLT) der ESO konnte ein europäisches
Astronomenteam die Entfernung zur bisher entferntesten Galaxie bestätigen. Bei einer Rotverschiebung von
8,6 sehen die Astronomen diese Galaxie, als das Universum erst 600 Millionen Jahre alt war. Diese
Entdeckung war nur möglich mit dem SINFONI-Instrument, das den am Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik gebauten SPIFFI-Spektrographen mit adaptiver Optik kombiniert. Die Ergebnisse werden
in der Ausgabe vom 21. Oktober der renommierten Zeitschrift Nature veröffentlicht.
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(21. Oktober 2010)
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Internationales Jahr der Astronomie 2009 erreichte mehr als 800 Millionen Menschen
Der 1300 Seiten starke Abschlussbericht der internationalen Astronomievereinigung IAU zeigt,
dass sich mindestens 815 Millionen Menschen in 148 Ländern an der größten Wissenschaftsveranstaltung
der letzten Jahrzehnte beteiligten. Sternenparties, öffentliche Vorträge, Ausstellungen, Schulprogramme,
Bücher, Laien-Wissenschaftler-Programme, Veranstaltungen zu Kunst & Wissenschaft, Dokumentarfilme und
festliche Paraden zur Astronomie und ihrer Errungenschaften zeigten, dass das IYA2009 wirklich ein
globales Ereignis war. Allein in Deutschland erreichten professionelle und Amateur-Astronomen etwa
zwei Millionen Menschen mit Tausenden von Aktivitäten.
Neben mehreren Instituts-spezifischen Veranstaltungen beteiligte sich das Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik auch an mehreren größeren Projekten im Rahmen des internationalen
Astronomiejahres. Zusammen mit den anderen astronomischen Max-Planck-Instituten gab das MPE eine
Sonderausgabe des Wissenschaftsmagazins "Sterne und Weltraum" heraus mit dem Titel "Sieben Blicke
in den Kosmos". Rechtzeitig zu einem glanzvollen Finale, eröffnete am 9. Dezember 2009 im Deutschen
Museum München die Ausstellung "Entwicklung des Universums", die vom MPE und weiteren Münchener
Forschungseinrichtungen initiiert und umgesetzt wurde. Diese Ausstellung wird allen Besuchern
des Deutschen Museums mindestens zwei Jahre lang offen stehen.
Verweis zum Report (in englischer Sprache)
Verweis zum IYA 2009 am MPE
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(18. Oktober 2010)
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Cluster Promotionspreis für MPE-Doktorand Thomas Krühler
Dr. Thomas Krühler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik wird während
der "Universe Cluster Science Week", 11.-14. Oktober, seine preisgekrönte Arbeit über
"Erweiterte photometrische Studien von Gammastrahlenausbrüchen" vorstellen. Der Exzellenzcluster
Universe verleiht zum dritten Mal den "Universe Award" für herausragende experimentelle und
theoretische Dissertationen in Astro-, Kern- und Teilchenphysik.
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(11. Oktober 2010)
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Credit: PS1PC
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Pan-STARRS entdeckt ersten, möglicherweise gefährlichen Asteroiden
Die Pan-STARRS Himmelsdurchmusterung, an der auch Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik beteiligt sind, hat den
ersten Asteroiden gefunden, der der Erde Mitte Oktober auf etwa 6 Millionen Kilometer nahe kommen wird. Mit der Bezeichnung "2010 ST3" ist dies das erste möglicherweise gefährliche Objekt, das Pan-STARRS entdeckt hat.
Pan-STARRS wurde speziell darauf ausgelegt, diese Art von Asteroiden zu suchen. Die meisten derartigen Objekte sind bereits katalogisiert, die Wissenschaftler vermuten aber, dass es noch sehr viel mehr Asteroiden mit einem Durchmesser von einem Kilometer oder weniger gibt, die bisher noch nicht entdeckt wurden. Auch wenn die Erde ständig von kleinen Asteroiden bombardiert wird, die harmlos in der Atmosphäre verglühen, könnte die
Stoßwelle eines größeren Gesteinsbrockens ein ausgedehntes Gebiet verwüsten. Man schätzt, dass derartige Einschläge alle paar tausend Jahre passieren.
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(28. September 2010)
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3. Kontakt
Bild: Anita Winter / MPE
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Totale Sonnenfinsternis in Patagonien
Am 11. Juli 2010 fand eine der am schwersten zugänglichen Sonnenfinsternisse unserer Zeit statt.
Die Totalität begann mitten im Pazifischen Ozean, mehr als 1000 Kilometer nordöstlich von Neuseeland,
streifte die südlichste der Cookinseln, ein paar zu Französisch-Polynesien gehörende kleine Atolle und
die Osterinsel, bevor der Kernschatten zu guter Letzt im Süden Argentiniens, in Patagonien, endete.
Auch wenn Finsternisse nicht zu den wissenschaftlichen Themen am Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik gehören, so sind sie doch faszinierende astronomische Ereignisse, die unsere Wissenschaftler in ihren
Bann ziehen. Ein Reisebericht von Anita Winter und Maria Fürmetz vom MPE.
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(9. September 2010)
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Herschel Bild der Umgebung von CW Leo.
Bild: ESA / SPIRE & PACS
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Herschel findet warmes Wasser auf Rotem Riesenstern
Astronomen haben mit dem Herschel Weltraumobservatorium der ESA an einer Stelle Wasser gefunden, an der man
es nicht für möglich gehalten hätte: in der Atmosphäre eines Kohlenstoff-reichen Roten
Riesensterns (Nature, 2. September 2010). Die Wissenschaftler werten hierfür Daten der SPIRE- und
PACS-Instrumente aus, mit denen sie den Wasserdampf anhand seines "Wellenlängen-Fingerabdrucks"
nicht nur identifizieren sondern auch seine Temperatur messen konnten. Das PACS-Spektrometer wurde
von mehreren Instituten unter der Federführung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische
Physik entwickelt.
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(2. September 2010)
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Nova Cygni 2010 (V407 Cyg) in der Mitte des Bildes.
Bild: NASA/DOE/Fermi LAT Collaboration
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Neuigkeiten von einer Nova: Gamma-Strahlen
Zum ersten Mal konnten Astronomen das Gamma-Strahlungssignal einer Nova nachweisen, was sowohl die Beobachter
als auch Theoretiker überraschte. Diese Beobachtung mit dem Fermi Gammastrahlen-Weltraumteleskop der NASA
widerlegt die gängige Annahme, dass Nova-Explosionen nicht genügend Energie produzieren um eine derart
energiereiche Strahlung auszusenden.
Gammastrahlen sind die energiereichste Form von Licht und das Large Area Telescope (LAT) von Fermi beobachtete
die Nova 15 Tage lang. Die Wissenschaftler glauben, dass die Emissionen entstanden, als sich eine sehr
schnelle Stoßwelle von der Explosion ausbreitete. Details der Entdeckung beschreiben die Wissenschaftler
im Magazin Science, in der Ausgabe vom 13. August 2010.
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(18. August 2010)
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R. Genzel
Bild: MPE
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Jansky Preis für Prof. Reinhard Genzel
Das nationale Radioastronomie-Observatorium NRAO der USA gab kürzlich bekannt, dass
Prof. Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik, den
"Karl G. Jansky"-Preis 2010 erhält. Jansky, nach dem der Preis benannt ist, entdeckte 1932
zum ersten Mal Radiowellen von einer kosmischen Quelle. Zu seinem Andenken wird der Preis für
außergewöhnliche Beiträge zur Weiterentwicklung der Radioastronomie verliehen.
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(6. August 2010)
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Künstlerische Darstellung der Materie um den 1987 explodierten Stern mit dem Namen Supernova 1987A
Bild: ESO / L. Calçada
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3D-Blick auf eine Sternenexplosion
Ein internationales Astronomenteam konnte zum ersten Mal eine dreidimensionale Ansicht der
Materieverteilung eines kürzlich explodierten Sterns rekonstruieren. Sie verwendeten dafür
das SINFONI-Instrument am Very Large Telescope der ESO, das den am Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik gebauten Spektrografen SPIFFI mit adaptiver Optik kombiniert. Die
hohe räumliche Auflösung des Instruments und die Möglichkeit mithilfe der Integralfeldspektroskopie
verschiedene Bereiche des chaotischen Zentralbereichs der Supernova 1987A (abgekürzt SN 1987A)
gleichzeitig untersuchen zu können, waren die Voraussetzung für die nun generierte 3D-Ansicht.
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(4. August 2010)
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Herschel-Bild der Sternentstehungsregion im Sternbild Adler.
Bild: ESA/SPIRE & PACS/P. André
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A&A Sonderausgabe zu ersten wissenschaftlichen Ergebnissen mit Herschel
Diese Woche veröffentlicht die renommierte Zeitschrift Astronomy & Astrophysics eine Sonderausgabe,
die den ersten wissenschaftlichen Ergebnissen mit dem Herschel-Weltraumobservatorium gewidmet ist. Sie umfasst
152 Artikel zu den verschiedensten Themen, die alle auf ersten Beobachtungsdaten beruhen. Einige Artikel
beschreiben das Observatorium und seine Instrumente, darunter auch PACS, das von einem internationalen Konsortium
unter der Leitung des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik entworfen und gebaut wurde. Die
meisten Beiträge beschäftigen sich aber mit Beobachtungen vieler astronomischer Objekte, von unserem Sonnensystem
bis hin zu weit entfernten Galaxien.
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(20. Juli 2010)
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Vor zweihundert Jahren könnte ein Komet Neptun, den äußersten Planeten unseres Sonnensystems,
getroffen haben.
Bild: NASA
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Kometeneinschlag auf Neptun
Beobachtungen des Weltraumobservatoriums Herschel
deuten auf einen Aufprall vor einigen hundert Jahren hin
Ein Komet könnte vor etwa zweihundert Jahren den Planeten Neptun getroffen haben. Dafür spricht die Verteilung
von Kohlenmonoxid in der Atmosphäre des Gasriesen, die eine Forschergruppe - darunter Wissenschaftler des
französischen Observatoriums LESIA in Paris, vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) im
niedersächsischen Katlenburg-Lindau und vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching -
jetzt untersucht hat. Die Forscher werteten Messungen des Forschungssatelliten Herschel aus, der seit Mai
2009 in ungefähr 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde um die Sonne kreist.
(Astronomy & Astrophysics, Online- Veröffentlichung 16.7.2010)
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(16. Juli 2010)
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60. Nobelpreisträgertagung Lindau 2010
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Drei MPE-Nachwuchswissenschaftler beim Nobelpreisträgertreffen
Unter dem Motto "educate, inspire, and connect" (lehre, inspiriere, und verbinde) bringt das jährliche
Nobelpreisträgertreffen in Lindau duzende Nobelpreisträger sowie ausgewählte Nachwuchswissenschaftler
aus der ganzen Welt am Bodensee zusammen -- darunter dieses Jahr auch drei vom Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik: Katie Dodds-Eden aus der Infrarot/Submillimeter Astronomie-Gruppe sowie
Chengran Du und Mierk Schwabe aus der Komplexe Plasma-Gruppe.
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(9. Juli 2010)
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Vergleich des Zentrums von M92 aufgenommen mit dem Weltraumteleskop Hubble und mit dem LBT.
Bild: HST/LBT
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Durchbruch für das Large Binocular Telescope mit adaptiver Optik
Dank einer neuen Generation der Adaptiven Optik am Large Binocular Telesope (LBT) auf dem Mount
Graham in Arizona verfügen Astronomen nun über eine bisher unerreichte Bildqualität im Nah-Infrarot,
die sogar diejenige des Hubble-Weltraumteleskops übertrifft. Auch das Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik und andere deutsche Institutionen sind am LBT maßgeblich beteiligt.
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(22. Juni 2010)
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Das Pan-STARRS1 Observatorium kurz vor Sonnenaufgang auf dem Haleakala, Maui.
Bild: Rob Ratowski
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Observatorium dreht "Himmels-Film": Pan-STARRS beginnt systematische Durchmusterung
Das Projekt Pan-STARRS hat mit einzigartigen Beobachtungen großer Teile des Nachthimmels
begonnen, bei denen erstmals systematisch und im großen Stil nach veränderlichen Phänomenen gesucht
wird. Die Beobachtungsdaten erlauben die Suche nach Asteroiden, die die Erde bedrohen könnten,
geben aber auch Aufschlüsse über einige der größten kosmischen Rätsel wie Dunkle Materie und
Dunkle Energie. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Astronomie und extraterrestrische
Physik sind mit einer Reihe von Projekten an den Beobachtungen beteiligt, unter anderem an der
Suche nach Planeten um ferne Sterne, Braune Zwerge ("gescheiterte Sterne") und weit entfernte
aktive Galaxien.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(17. Juni 2010)
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NGC 2207
Image: ESO
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Kollisionen knipsen Schwarze Löcher an
Im Herzen der meisten Galaxien sitzt ein massereiches Schwarzes Loch. Auch unsere Milchstraße
birgt ein solches exotisches Objekt, das sich allerdings recht ruhig verhält - im Gegensatz zu
den schwergewichtigen Massemonstern in anderen Galaxien. Forscher des Max-Planck-Instituts für
extraterrestrische Physik in Garching und anderer Institutionen haben jetzt 199 dieser Sternsysteme
beobachtet und herausgefunden, warum die Schwarzen Löcher in deren Zentren so aktiv sind: Offenbar
wurden sie bei Verschmelzungen von großen Galaxien vor rund 700 Millionen Jahren "eingeschaltet".
(The Astrophysical Journal, im Druck)
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(15. Juni 2010)
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MPE Meilenstein:
Kirpal Nandra
Bild: MPE
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Kirpal Nandra wird neuer Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
Die Riege der Direktoren am Max-Planck-Institut für
extraterrestrische Physik (MPE) ist wieder vollzählig: Kirpal Nandra wird neuer Direktor und
Leiter der Hochenergie-Gruppe. Seine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Röntgenastronomie
stellt eine ideale Ergänzung der beiden anderen astrophysikalischen Gruppen am Institut dar,
die unter anderem Sternentstehung, Galaxien und die großräumige Struktur im Universum mit Methoden
der optischen, Infrarot- und Sub-Millimeterastronomie erforschen.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
und den
Webseiten der Hochenergie-Astrophysik Gruppe.
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(10. Juni 2010)
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Bild: M. Fabricius, MPE/USM
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Blick in den Nachthimmel mit über 250 Facettenaugen
Neues Beobachtungsgerät bereit für ersten Einsatz am Teleskop
Ende Mai 2010 wurde der VIRUS-W-Spektrograph vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
und der Universtäts-Sternwarte München fertiggestellt und ist nun bereit für seinen Einsatz am
McDonald-Observatorium in Texas. Mit seinem Sichtfeld, seiner spektralen Abdeckung und Auflösung
wird das Instrument insbesondere die Bewegung von Sternen und Gas in benachbarten Spiralgalaxien
untersuchen.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(8. Juni 2010)
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Bild: ESA/XMM-Newton
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Aus Alt mach Neu: Erster Einsatz des neuen Beobachtungsmodus am
Weltraumteleskop XMM-Newton öffnet neue Perspektiven für das Studium von Galaxienhaufen
In einer Durchmusterung des Himmels mit dem Röntgen-Satellitenobservatorium XMM-Newton haben Wissenschaftler
vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und anderer Institutionen zwei Galaxienhaufen entdeckt,
die gleichzeitig auch durch ihren Effekt auf die kosmischen Mikrowellenhintergrundstrahlung mit dem
South-Pole-Teleskop gefunden wurden. Die Entdeckung mit XMM-Newton wurde erst möglich durch die
Einführung des neuen Mosaik-Beobachtungsmodus, der effizient große Bereiche des Himmels in kurzer
Zeit abdecken kann. Damit öffnet sich ein neues Beobachtungsfenster für Galaxienhaufen, da ähnliche
Beobachtungen in anderen Wellenlängen nun mit derartigen Himmelsdurchmusterungen im Röntgenbereich
kombiniert werden können.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(31. Mai 2010)
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Bild: Universe Cluster/Barbara Wankerl
| Was: |
Café & Kosmos -
Der Urknall im Tunnel |
| Wann: |
31 Mai 2010, 19:00 |
| Wo: |
Café Jasmin, Steinheilstrasse 20
(U2, Theresienstraße) |
| Eintritt frei. |
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Café & Kosmos - Der Urknall im Tunnel: Neue Veranstaltungsreihe
startet in München
Liste aller Veranstaltungen
Mit Wissenschaftlern in entspannter Atmosphäre über aktuelle Themen aus der Wissenschaft diskutieren, das
können Interessierte mit der neuen Veranstaltungsreihe "Café & Kosmos". Die Reihe startet am 31. Mai 2010
mit dem Thema "Urknall im Tunnel" im Café Jasmin. Der Physiker Dr. Stefan Stonjek vom Max-Planck-Institut
für Physik wird in einer kurzen Einführung erklären, was im neuen Teilchenbeschleuniger Large Hadron
Collider (LHC) am Forschungszentrum CERN in Genf passiert und dann für eine offene Diskussion mit dem
Publikum zur Verfügung stehen.
Dieser Abend bildet den Auftakt zur neuen Veranstaltungsreihe "Café & Kosmos", die Forscher und
Nicht-Wissenschaftler zusammenbringen will und zwar dort, wo sich das tägliche Leben abspielt: Im Zentrum
von München - und in einem Café. Jeder kennt es: Im angenehmen Ambiente eines Cafés trifft man
sich, tauscht sich aus, debattiert über die großen und kleinen Dinge des Lebens - und ab dem 31. Mai 2010
einmal im Monat auch über Wissenschaft.
Café & Kosmos ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Südsternwarte, des
Exzellenzclusters Universe und der Max-Planck-Institute für Physik, Astrophysik und extraterrestrische Physik.
Der zweite Termin findet
am 5. Juli 2010 mit dem Astrophysiker Dr. Markus Kissler-Patig von der ESO statt und beschäftigt sich mit
der Frage "Sind wir allein im Universum? - Planeten jenseits des Sonnensystems".
Links:
Europäische Südsternwarte (ESO)
Exzellenzcluster Universe
Max-Planck-Institut für Astrophysik (MPA)
Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE)
Max-Planck-Institut für Physik (MPP)
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(26. Mai 2010)
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MPE Meilenstein:

Gerhard Haerendel

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Gerhard Haerendel erhält Jean Dominique Cassini Medaille
Die Europäische Union der Geowissenschaften EGU ehrte Prof. Gerhard Haerendel während der
Generalversammlung vom 2. bis 7. Mai 2010 in Wien durch die Verleihung der Jean Dominique Cassini Medaille
für seine "unverzichtbare und herausragende Rolle bei der europäischen Weltraumforschung". Der
ehemalige Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik wurde gleichzeitig Ehrenmitglied
der EGU.
Als Weltraumexperte nahm Haerendel viele bedeutende wissenschaftliche Positionen ein und war leitender
Wissenschaftler bei mehreren internationalen Raketen- und Satellitenprojekten. Er experimentierte mit
der "Barium-Plasmawolken-Methode" in Bezug auf Plasma- und Magnetosphärenphysik, was zur Erzeugung von
künstlichen Kometen führte. Als einer der Väter von CLUSTER öffnete Haerendels Bahnbrechende
Arbeit ein neues Fenster zum Verständnis von Plasma im Weltraum und seine Wechselwirkung mit dem Sonnenwind.
In seinem Vortrag über "Faszinierende Plasma-Strukturen" ging Haerendel auf Aspekte der Plasmen ein, die
seit Jahren seine Aufmerksamkeit besonders fesseln. Man kann hier nicht nur eine sehr feine Struktur
beobachten, auch die zugrunde liegende Physik ist sehr komplex, da magnetische Felder eine wichtige Rolle
spielen. Derartige Plasma-Strukturen findet man in unterschiedlichsten Objekten: in der Sonnenkorona,
im Schweif von Kometen und in der Aurora der Erdatmosphäre.
Anmerkung:
Die Jean Dominique Cassini Medaille wird von der Europäischen Union der Geowissenschaften EGU für
Verdienste und wissenschaftliche Errungenschaften an Forscher verliehen, die eine herausragende
Stellung in den Planeten- und Weltraumwissenschaften erreicht haben. Die Medaille ist nach dem
italienisch/französischen Astronomen und Ingenieur benannt, der im 17. Jahrhundert nicht nur die
Sonne und Planeten beobachtete, sondern auch das Zodiakallicht untersuchte.
Weitere Informationen:
Europäische Union der Geowissenschaften
Jean Dominique Cassini Medal & Honorary Membership 2010
CLUSTER-Mission
Kontaktdaten für G. Haerendel
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(20. Mai 2010)
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Am MPE gab es neben Fachvorträgen bei diversen Stationen die Möglichkeit selbst Hand anzulegen und so Forschung und Entwicklung live zu erleben
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Erfolgreicher Girls' Day in Garching
Fünfzig Mädchen besuchten MPA und MPE um mehr über den Beruf der "Astrophysikerin" zu erfahren
"Woher weiß man eigentlich so viel über Schwarze Löcher, hat man da schon mal eine Kamera hingeschickt?" "Leuchten eigentlich nur Edelgase in bestimmten Farben?" "Braucht man für's Physikstudium viel Mathe?" - Das waren nur einige der Fragen, die die Mädchen bei ihrem Besuch an den astronomischen Max-Planck-Instituten in Garching stellten.
Dabei boten die beiden Institute den Mädchen am 22. 4. 2010 wie auch die Jahre zuvor ein interessantes und bunt gemischtes Programm aus Vorträgen, Gesprächen mit Astrophysikerinnen, einem kosmischen Kino in 3D, Beobachtungen und Workshops, bei denen sie selbst verschiedene Aspekte der Arbeit rund um die Astronomie kennen lernen konnten.
Der Girl's Day ist eine bundesweite Initiative, mit der Schülerinnen Einblicke in noch immer stark männerdominierte Berufsfelder ermöglicht werden sollen, die die Mädchen im Prozess ihrer Berufsorientierung nur selten in Betracht ziehen. Und auch wenn für einige Mädchen dann vielleicht doch der Schulfreie Tag im Vordergrund stand, zeigten sich die meisten doch sehr interessiert an der Arbeit der Forscherinnen.
Neben inhaltlichen Fragen zu den verschiedenen Forschungsbereichen und -geräten, waren dieses Jahr auch einige Mädchen an Möglichkeiten interessiert, wie man ohne ein Physikstudium in diesem Bereich tätig werden kann, z.B. als Technikerin. Dies spiegelt wahrscheinlich die Tatsache wieder, dass nicht nur Gymnasiastinnen zum MPA und MPE kamen, sondern auch einige Schülerinnen aus der Realschule. Ob einige der Mädchen schon bald wie letztes Jahr für ein Praktikum wiederkommen, steht noch nicht fest - beim Schülerinnentag der Deutschen Physikerinnentagung, die dieses Jahr in München stattfindet, werden die Forscher und Forscherinnen in Garching aber vielleicht das ein oder andere bekannte Gesicht wieder sehen.
PS: Für männliche Jugendliche gibt es ein ähnliches Projekt,
"Neue Wege für Jungs", das seit 2005 Initiativen und Träger unterstützt, die
schulische und außerschulische Angebote für Jungen zur Erweiterung der Berufs- und Studienfachwahl,
der Flexibilisierung männlicher Rollenbilder und zum Ausbau sozialer Kompetenzen organisieren.
Bilder vom Girls' Day 2010 am MPE
Weitere Informationen:
Girls' Day in Deutschland
Deutsche Physikerinnentagung
Neue Wege für Jungs
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(14. Mai 2010)
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In diesem Falschfarbenbild deuten die Pfeile auf Galaxien, die sich wahrscheinlich in gleicher Entfernung
befinden.
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Galaxienhaufen verrät sich durch unsichtbares Licht
Ein internationales Astronomenteam aus Deutschland und Japan hat einen Galaxienhaufen aus
den Anfängen des Universums entdeckt: die gemessene Entfernung von 9,6 Milliarden Lichtjahren ist
die größte, bei der je ein Galaxienhaufen gefunden wurde. Die Beobachtungen im Infrarot- und
Röntgenlicht zeigten, dass der Haufen hauptsächlich aus alten, massereichen Galaxien besteht,
die sich in den frühen Phasen des Universums gebildet haben. Zusammen mit Ähnllichen Beobachtungen
erhalten die Astronomen so nicht nur Informationen frühe Galaxienentwicklung, sondern auch über
die Anfänge des Universums insgesamt.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(10. Mai 2010)
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Diese Aufnahme des GOODS-S-Feldes mit Herschels PACS-Instrument zeigt eindrucksvoll, dass das schwache
kosmische Infrarotstrahlungsfeld größtenteils von einzelnen Galaxien erzeugt wird. Bild: MPE
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Weltraumteleskop Herschel: Erfolgreiches erstes Jahr für deutsche Forscher
Ein Jahr nach dem Start des ESA-Weltraumteleskops Herschel ziehen deutsche Wissenschaftler eine positive
Bilanz. Erste Beobachtungen mit dem derzeit größten Weltraumteleskop haben neue Erkenntnisse über die
Entstehung von Sternen, über Staub in fernen Galaxien und über Moleküle im fernen Weltall geliefert.
Herschel ist besonders gut für die Erforschung der kältesten Materie unseres Universums geeignet.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(06. Mai 2010)
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MPE Meilenstein:

Bild: S. Giodini, A. Finoguenov/MPE
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Schwarze Löcher - die Gasbläser des Universums
Viele große Galaxien beherbergen in ihren Zentren superschwere Schwarze Löcher mit der Masse von vielen
Millionen Sternen. Wegen seiner unvorstellbar großen Anziehungskraft verschlingt ein Schwarzes Loch die
umgebende Materie. Diese kosmische "Mahlzeit" setzt große Energiemengen frei, die in gewaltigen Strahlen -
den Jets - ausgestoßen werden. Jetzt haben Astronomen des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik
gezeigt, dass dabei nicht nur Materie aus den Galaxien selbst herausgeschleudert wird, sondern sogar ein
Teil des Gases zwischen den Mitgliedern einer Galaxiengruppe.
(Astrophysical Journal, 1. Mai 2010)
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung,
MPG Pressemitteilung.
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(30. April 2010)
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MPE Meilenstein:

Sternentstehungsregion in der Milchstraße
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Das Unsichtbare sichtbar machen
Mit großer Begeisterung vermelden heute die deutschen, amerikanischen und italienischen Partner im
Large Binocular Telescope Projekt (LBT) die Inbetriebnahme der ersten von zwei innovativen
Kameras/Spektrographen. Nach mehr als einem Jahrzehnt geprägt durch Entwicklung, Bau und Tests
steht das LUCIFER 1 genannte Instrument nun den Astronomen für wissenschaftliche Beobachtungen am
Teleskop auf dem Mount Graham in Arizona zur Verfügung. LUCIFER 1 ist ein hervorragendes Werkzeug,
um spektakuläre Einblicke in das Universum zu gewinnen - von unserer Milchstraße bis hin zu den am
weitesten entfernten Galaxien. Das Instrument wurde von einem Konsortium deutscher Institute gebaut
und sein Zwilling soll Anfang 2011 ebenfalls am Teleskop zum Einsatz kommen.
Mehr Informationen finden Sie in der
MPE Pressemitteilung.
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(21. April 2010)
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Herschel´s Blick auf den Rosettennebel
Bild: ESA/PACS & SPIRE Consortium/HOBYS Key Programme Consortia
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Wo Gas zu Sternen wird...
Das neueste Bild des Herschel Weltraum-Teleskops enthüllt die Entstehung von
schweren Sternen, wie man sie zuvor noch nie gesehen hat. Jeder dieser
Sterne ist bis zu zehnmal schwerer als unsere Sonne und beeinflußt unter
anderem wo und wie die nächste Sterngeneration entsteht. Der Rosettennebel
befindet sich etwa 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt und gehört zu einer
größeren Wolke, die genug Gas und Staub enthält um 10.000 Sterne wie unsere
Sonne herzustellen. Das Herschelbild zeigt etwa die Hälfte der Wolke und den
gesamten Rosettennebel. Die massereichen Sterne liegen auf der rechten Seite
des Bildes, sind bei diesen Wellenlängen aber nicht zu sehen. Jede Farbe
stellt eine andere Temperatur des Staubs dar, von –263ºC (nur10ºC über dem
absoluten Nullpunkt) bei der roten Emission bis zu –233ºC im blauen.
Das Herschel-Observatorium der ESA sammelt die Infrarotstrahlung des
Staubes. Dieses Bild wurde aus drei Infrarot-Wellenlängen zusammengesetzt,
die im Bild durch blaue, grüne und rote Farben dargestellt werden. Die
Beobachtungen hierfür lieferten die PACS- und SPIRE-Instrumente an Bord von
Herschel. PACS wurde von einem internationalen Konsortium unter der Leitung
von Albrecht Poglitsch am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik
entworfen und gebaut.
Mehr Informationen finden Sie in der
ESA Pressemitteilung (in englischer Sprache)
und beim
PACS-Projekt am MPE (in englischer Sprache).
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(14. April 2010)
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Bilder: Parallax Raumprojektion / Philipp Kässbohrer
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Das VLT, wie Sie es noch nie gesehen haben
Die ESO-Dokumentation "DAS AUGE 3D - Leben und forschen auf dem Cerro
Paranal" wird in München ab morgen im Kino Neues Forum am Deutschen Museum
zu sehen sein. Der Film läuft Donnerstag, Dienstag und Mittwoch jeweils um
14:30 h. Auch für die darauffolgende Spielwoche wird der Film noch im
Programm des Kinos bleiben.
Das VTL ist eines der faszinierendsten wissenschaftlichen Instrumente die
je gebaut wurden und der 3D-Film vermittelt dem Publikum das Gefühl
tatsächlich dort zu sein. In Begleitung eines Astronomen lernte die
Filmcrew nicht nur die Funktionsweise eines modernen Teleskops kennen
sondern erlebte auch die Faszination wissenschaftlicher Forschung in den
Tiefen des Universums. Und wenn Sie genau hinsehen, werden Sie vielleicht
sogar eine MPE-Mitarbeiterin entdecken.
Das MPE verbindet eine enge Zusammenarbeit mit dem VLT; einige
wissenschaftliche Geräte wurden für diese Großteleskope vom Institut
entwickelt (
s. MPE Projekte). Außerdem
reisen MPE-Wissenschaftler regelmäßig zum Paranal, um dort Beobachtungen zu
machen. So war auch Eva Noyola während der Dreharbeiten dort und taucht kurz
im Film auf.
Nähere Infos zum Film und seiner Entstehung finden Sie unter
www.dasauge3d.eu.
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(31. März 2010)
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Spitzer Weltraumteleskop
Bild: NASA / JPL-Caltech
 
Bei direkten Beobachtungen sehen die beiden Quasare (links J0005-0006, rechts J0303-0019) äußerst
unscheinbar aus. Erst Spektraluntersuchungen offenbaren, worum es sich bei diesen Objekten handelt.
Bild: MPIA/M. Pössel aus Daten des SDSS (RGB aus den Filterbändern z, i und r).
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Frühe Schwarze Löcher gefunden
Astronomen haben zwei der wohl frühesten und ursprünglichsten, extrem massereichen Schwarzen Löcher
identifiziert. Was sie von anderen weit entfernten so genannten Quasaren unterscheidet ist die Abwesenheit
von heißem Staub, was darauf hindeutet, dass diese Quasare sich in einer frühen Entwicklungsphase befinden.
Diese Entdeckung wurde von einem internationalen Astronomenteam mit der Beteiligung von Wissenschaftlern
des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik und des Max-Planck-Instituts für Astronomie gemacht
und basiert weitgehend auf Beobachtungen mit dem Spitzer-Weltraumteleskop.
Originalveröffentlichung:
Nature 464, 380-383 (2010) (in englischer Sprache)
Pressemitteilungen:
MPIA Pressemitteilung
MPG Pressemitteilung
NASA (JPL) Pressemitteilung (in englischer Sprache)
Kontakt am MPE:
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(18. März 2010)
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HM Cancri
Bild: Rob Haynes, Louisiana State University
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Extremer Doppelstern mit nur 5 min Umlaufbahn
Schneller geht`s kaum: Zwei Sonnen umlaufen einander in nur fünfeinhalb Minuten. Damit ist HM Cancri
das Doppelsternsystem mit der kürzesten bekannten Umlaufperiode - und gleichzeitig auch das kleinste.
Seine Größe entspricht in etwa einem Viertel der Entfernung zwischen Erde und Mond, also rund 100.000
Kilometern. Herausgefunden haben das Wissenschaftler aus dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische
Physik und anderen Institutionen.
Originalveröffentlichung
ApJ 711, L138-L142 (2010); (in englischer Sprache)
MPG Pressemitteilung
Kontakt:
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(9. März 2010)
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"Netzwerk"
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Kuratorium besucht MPA und MPE
Vom Kuratorium haben die meisten Kollegen schon mal was gehört, aber wer ist das eigentlich, und was für
eine Aufgabe haben sie? Am Freitag, 5. März 2010 wird das gemeinsame Kuratorium von MPA und MPE am
MPE zu Gast sein um sich über wichtige Entwicklungen an den beiden Instituten zu informieren.
Das Kuratorium wurde von der MPG eingerichtet, um die Verbindung zur Öffentlichkeit und insbesondere
den an der Forschung interessierten und diese potentiell fördernden Kreisen herzustellen. Die Mitglieder
des Kuratoriums aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien sollen als Vermittler die Anliegen des
Instituts wahrnehmen, Wechselwirkungen mit dem wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Umfeld des Instituts
fördern, sowie das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Arbeit des Instituts stärken.
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(3. März 2010)
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XMM-Newton Satellit

MPE Wissenschaftler diskutieren XMM Daten
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10 Jahre XMM-Newton
Das MPE war an diesem Satelliten während der Entwicklung und den Test der Teleskope maßgeblich
beteiligt, stellt die EPIC-pn Kamera und betreibt das "Survey Science Center".
Das wissenschaftliches Ziel von XMM-Newton ist die Abbildung kosmischer Röntgenquellen mit moderater
räumlicher Auflösung aber höchst empfindlicher Spektroskopie. Dazu werden drei hochgeschachtelte Wolter-Teleskope
benutzt, in deren Foki Röntgen-CCD-Kameras eingesetzt werden. Zwei der Teleskope tragen in ihrem Strahlengang
ein Arrangement von Reflexionsgittern, mit denen das spektrale Auflösungsvermögen bis auf 1.000 gesteigert
werden kann. Mit einem kleinen optischen/UV Teleskop können die Röntgenquellen gleichzeitig identifiziert
werden.
Zum 10-jährigen Jubliäum von XMM-Newton widmete EuroNews dem Röntgensatelliten einen Beitrag in seiner
Sendung "space", der in Zusammenarbeit mit der europäischen Raumfahrtagentur ESA und dem MPE entstand.
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(17. Februar 2010)
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Der Quasar J004457+4123 (eingekreistes Objekt auf dem Bild oben links) erscheint als ein schwaches Lichtpünktchen,
das auf den Himmelsaufnahmen nicht von der riesigen Anzahl der Sterne der Andromedagalaxie (rechts) zu unterscheiden
ist.
Quelle: TLS Tautenburg
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Spektakulärer Helligkeitsausbruch eines weit entfernten Quasars
Mit neuen Beobachtungsdaten konnte eine internationale Forschergruppe vom
MPE, der Landessternwarte Tautenburg und anderen nun bestätigen, dass ein
1992 als so-genannte Nova in unserer Nachbargalaxie Andromeda beobachtetes
Objekt in Wirklichkeit der spektakuläre Helligkeitsausbruch eines weit
entfernten Quasars war. Die wahrscheinlichste Erklärung für die Größe und
Form der Helligkeitsänderung bietet ein massereicher Stern, der dem
gigantischen Schwarzen Loch im Zentrum der weit entfernten Galaxie zu nahe
kam, wo er von den Gezeitenkräften zerrissen wurde.
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(11. Februar 2010)
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MPE Meilenstein:
(10. Februar 2010)
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MPE Pressemitteilung:

IRAS 4B in NGC 1333 im Radiobereich
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Lebenselixier im All
In der Scheibe um einen jungen Stern orten Forscher erstmals große Mengen von Wasser
Wasser gilt als Elixier des Lebens - und das Weltall ist voll davon. Jetzt haben Wissenschaftler das
kostbare Element in einer Scheibe um einen jungen Stern vom Typ unserer Sonne gefunden. Die Scheibe,
in der später vermutlich Planeten geboren werden, beinhaltet hundertmal mehr Wasser als alle Ozeane
der Erde zusammen. Die Beobachtungen gelangen mit dem IRAM-Interferometer und werfen ein Licht auf
die rätselhafte Herkunft von Wasser in unserem eigenen Sonnensystem
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(8. Februar 2010)
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MPE Meilenstein:

Reinhard Genzel
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Ehrendoktorat für Reinhard Genzel
Am 8. Februar verlieh die Universität Leiden, die älteste Universität der Niederlande,
die Ehrendoktorwürde an den Astrophysiker Reinhard Genzel, Direktor am Max-Planck-Institut
für extraterrestrische Physik in Garching, für seine bahnbrechende Forschung zur
interstellaren Materie und den inneren Bereichen von Galaxien, insbesondere den Nachweis
eines Schwarzen Lochs im Zentrum unserer Galaxie, sowie sein nachdrückliches Bestreben,
die dafür notwendigen, neuartigen Geräte entwickeln zu lassen. Die Verleihung der Ehrendoktorwürde
fand im Rahmen der "Lustrum Dies Natalis 2010"-Feier statt, die aus Anlass der Gründung der
Universität Leiden im Februar 1575 veranstaltet wurde.
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(5. Februar 2010)
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MPE Meilenstein

Kosmonaut Oleg Kotov mit dem PK-3 Plus-Labor in MIM-2, dem neuen russischen Docking- und Forschungsmodul.
Bild: mit freundlicher Genehmigung von RKK-Energia.
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Plasma-Experiment feiert Jubiläum an Bord der ISS
Am 27. Januar 2010 beginnt zum 25. Mal eine Serie von Experimenten zu Komplexen Plasmen an Bord der
internationalen Raumstation ISS. Physiker am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in
Garching untersuchen damit grundlegende Prozesse, die ein besseres Verständnis der Vorgänge in
Flüssigkeiten und Festkörpern erlauben.
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(27. Januar 2010)
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Röntgenemission im COSMOS Feld.
Bild: ESA
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XMM-Newton spürt Dunkle Materie auf
Durch Beobachtungen von schwachen, entfernten Galaxiengruppen, die mit dem XMM-Newton-Observatorium
der Europäischen Raumfahrtagentur ESA durchgeführt wurden, konnte die Entwicklung der räumlichen
Verteilung dunkler Materie weiter untersucht werden. Die Ergebnisse der Studie, an der Wissenschaftler
des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik in Garching beteiligt sind, wurden kürzlich
im renommierten Astrophysical Journal veröffentlicht.
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(25. Januar 2010)
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Beispiel einer von insgesamt 89 beobachteten Galaxien: Das Bildzeigt
Aufnahmen der Galaxie in verschiedenen Wellenlängenbereichen (Farben).
Bild: MPE
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Schwarze Löcher und ihre Galaxien: Neues von einer kosmischen Nachbarschaft
Unter den Astronomen gilt es als sicher, dass im Zentrum praktisch jeder Galaxie ein riesiges
Schwarzes Loch von Millionen Sonnenmassen residiert. Unklarheit herrscht allerdings darüber,
inwieweit sich die zeitliche Entwicklung der Galaxien und ihrer Schwarzen Löcher im Zentrum
gegenseitig beeinflussen. Ein Forschungsprojekt unter Federführung von Andrea Merloni am Münchner
Exzellenzcluster Universe und dem Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik brachte dazu
neue Erkenntnisse ans Licht.
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(21. Januar 2010)
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Aktuelles und Ankündigungen vor 2010 finden Sie im
Archiv.
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