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Geschäftsführender Direktor
Prof. Dr. Ralf Bender
Telefon: (+49 89) 30000 - 3702
Wissenschaftliche Mitglieder, Kollegium, Direktoren
Prof. Dr. Ralf Bender (Optische und interpretative Astronomie)
Prof. Dr. Reinhard Genzel
(Infrarot- und Submillimeter-Astronomie)
Prof. Dr. Gregor Eugen Morfill (Theoretische Grundlagen der Astrophysik; komplexe Plasmen)
Prof. Dr. Kirpal Nandra (Hochenergieastronomie; MPI Halbleiterlabor)
Emeritierte wissenschaftliche Mitglieder
Prof. Dr. Gerhard Haerendel
Prof. Dr. Reimar Lüst
Prof. Dr. Klaus Pinkau
Prof. Dr. Joachim Trümper
Externe wissenschaftliche Mitglieder
Prof. Dr. Ewine F. van Dishoeck, Leiden Observatory (Niederlande), MPE
Prof. Dr. V. Fortov, IHED, Moskau (Russland)
Prof. Dr. Roald Z. Sagdeev, University of Maryland (USA)
Prof. Dr. Maarten Schmidt, CALTECH, Pasadena (USA)
Prof. Dr. Yasuo Tanaka, JSPS, Bonn, MPE
Prof. Dr. Charles H. Townes, University of California, Berkeley (USA)
Ehemalige wissenschaftliche Mitglieder
Prof. Dr. Günther Hasinger
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Mitglied des MPE im wissenschaftlichen Rat der
Chemisch-Physikalisch-Technischen Sektion der MPG
Prof. Dr. Roland Diehl
( Informationen zu
Wissenschaftlicher Rat und seine Sektionen)
Fachbeirat
Prof. Dr. Roger Davies, Oxford (UK)
Prof. Dr. Richard Ellis, CALTECH, Pasadena (USA)
Dr. Neil Gehrels, NASA/GSFC (USA)
Prof. Dr. Fiona Harrison,CALTECH, Pasadena (USA)
Prof. Dr. Ove Havnes, Trømsø University (Norwegen)
Prof. Dr. Pierre Léna, Université Paris VII (Frankreich)
Prof. Dr. Richard McCray, University of Colorado (USA) (Vorsitzender)
Prof. Dr. Marco Salvati, Osservatorio Astrofisico di Arcetri (Italien)
fachübergreifende Fachbeiräte
Prof. Dr. H. Gleiter, FZK - Institut für Nanotechnologie, Karlsruhe
Prof. Dr. R. Sauerbrey, Forschungszentrum Rossendorf
(
Aufgaben des Fachbeirats )
Kuratorium (gemeinsam mit dem MPI für Astrophysik)
Dr. L. Baumgarten, ehem. Vorstandsmitglied DLR
Prof. Dr. A. Bode, Vizepräsident TU München
J. Breitkopf, Kayser-Trede GmbH, München
H.-J. Dürrmeier, ehem. Süddeutscher Verlag GmbH, München
Prof. Dr. W. Glatthaar, ehem. Präsident der priv. Universität Witten/Herdecke GmbH, Stuttgart
(Kuratoriumsvorsitzender)
MinDirig Dr. G. Gruppe, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, München
Prof. Dr. B. Huber, Rektor LMU München
Dr. M. Mayer, ehem. Mitglied des Bundestages, Höhenkirchen
MinDir J. Meyer, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Berlin
Prof. Dr. E. Rohkamm, Blohm + Voss GmbH, Hamburg
(
Aufgaben des Kuratoriums )
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Beschreibung der wissenschaftlichen Aufgabenstellung des Instituts
Das Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik (MPE) befaßt sich mit
Themen der modernen Astrophysik und Weltraumplasmaphysik, wobei überwiegend
experimentelle, aber auch theoretische Methoden angewandt werden. Seinen Namen
hat es einerseits vom Gegenstand der Forschung, nämlich der Physik des
Weltraums, andererseits von der Forschungsmethode. Viele der Experimente werden
notwendigerweise oberhalb der dichten Erdatmosphäre mit Ballonen, Flugzeugen,
Raketen, Satelliten und Raumsonden ausgeführt. Soweit möglich, werden dazu
auch Instrumente an erdgebundenen Teleskopen eingesetzt. Ergänzt werden die
Untersuchungen durch Experimente im Labor. Bei den theoretischen Arbeiten sind
die datenbezogenen Anwendungen, die Untersuchung fundamentaler physikalischer
Prozesse und die Entwicklung von Methoden von primärer Bedeutung. Dabei zeigt
sich, daß manche der Methoden auch auf andere Forschungsgebiete und
Anwendungen übertragen werden können.
Die Hauptforschungsgebiete des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische
Physik lassen sich in mehrere Bereiche einteilen. Der erste Bereich beschäftigt
sich mit Teilchen und elektromagnetischen Feldern und ihren Wechselwirkungen
im erdnahen Raum. In den astrophysikalischen Bereichen wird die
Strahlung entfernter Objekte in den Millimeter/Sub-Millimeter-, Infrarot-,
Röntgen- und Gamma-Spektralbereichen gemessen. Der hierbei überdeckte Teil des
elektromagnetischen Spektrums umfaßt mehr als zwölf Dekaden. Astrophysikalische
Fragestellungen reichen von der Physik der Sterne und der Physik und Chemie
interstellarer Medien über Fragen der Sternentstehung und Nukleosynthese
bis zu extragalaktischer Astrophysik und Kosmologie. Die Theoriegruppe des
Instituts arbeitet gruppenübergreifend an einer Reihe der gerade genannten
Fragen. Die direkte Wechselwirkung von Beobachtern und Experimentatoren im
Hause verstärkt die Zusammenarbeit, bewirkt eine verbesserte Abstimmung der
Aktivitäten und führt oftmals im direkten Wechselspiel von Hypothesen und
neuen Beobachtungen zu einer frühen Erkennung vielversprechender neuer
Forschungsrichtungen.
Die Strukturentwicklung des Instituts ist vor allem vom Wunsch geprägt worden,
mit im Hause entwickelten Instrumenten experimentelle Astrophysik auch an
technisch vorderster Front zu betreiben. Dazu gehören sowohl die einzelnen
Detektoren, Spektrometer und Kameras als auch Teleskope und komplette
integrierte Nutzlasten (wie im Fall von AMPTE, ROSAT, EQUATOR-S und ABRIXAS).
Aus diesem Grunde ist der Ingenieurs- und Werkstattbereich von besonderer
Wichtigkeit für die enge Kopplung von wissenschaftlichen und technischen
Aspekten.
Die wissenschaftliche Arbeit findet in vier größeren Arbeitsbereichen statt,
die von je einem der Direktoren betreut werden: (1) optische und interpretative
Astronomie (Bender), (2) Infrarot- und
Submillimeter/Millimeter-Astronomie (Genzel), (3)
Hochenergie-Astrophysik (Nandra) und (4) Theorie und komplexe Plasmen
(Morfill). Innerhalb dieser Bereiche leiten Wissenschaftler weitgehend
eigenverantwortlich die Planung und Durchführung der einzelnen Experimente und
wissenschaftlichen Projekte in etwa 25 Projektgruppen.
Die Theoriegruppe am MPE ist sehr aktiv im Wissenstransfer der
Forschungsergebnisse aus dem Bereich "Analyse komplexer Systeme". Dieser
Wissenstransfer geht in anwendungsnahe Forschungsgebiete der Medizin
(Frühdiagnose von Hautkrebs, Tumoren, pränatale Überwachung), der
Ingenieurwissenschaften (Fertigungswissenschaften und Qualitätskontrolle) und
des Pharmabereichs (Prüfung und Medikamentenentwicklung).
Ende 2009 waren insgesamt 487 Mitarbeiter am Institut tätig, darunter
75 Wissenschaftler, 95 Nachwuchswissenschaftler (davon 45 IMPRS Doktoranden), 97
Drittmittelbeschäftigte und 64 Gastwissenschaftler und Praktikanten.
Auch in der Ausbildung von Studenten und Lehrlingen ist das MPE aktiv. Ende
2009 arbeiteten 6 Studenten an ihrer Diplomarbeit und 9 Auszubildende
waren in der Verwaltung (1) und in der Ausbildungswerkstatt (8)
beschäftigt.
Eine kurze (7 Minuten) Beschreibung der Aufgaben des Instituts gibt es auch als
MPEG Video (138 MB).
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